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Green Insurance-Investitionen in die Zukunft

Ob am Strand von Bali oder in unseren heimischen Wäldern: stets werden wir mit denselben schrecklichen Bildern konfrontiert, verursacht durch einen gesellschaftlichen Lebensstil der unser gesamtes Ökosystem negativ beeinflusst. Plastikübersäte Strände, aussterbende Tierrassen und durch giftige Abwasser verseuchte Flüsse. Die ersten Effekte des Klimawandels sind immer deutlicher zu spüren und das Thema Nachhaltigkeit ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Deswegen liegt es nahe, dass sich nun auch die Versicherungsbranche mit dem Thema Corporate Social Responsibility beschäftigen muss. Kommen Versicherungen ihrer sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung nach?

Die Versicherungsbranche als Nachzügler

Die vom AMC 2014 in Auftrag gegebene Studie „Nachhaltigkeit in der Assekuranz“ zeichnete ein Bild der Versicherungsbranche, in der das Thema Nachhaltigkeit bislang noch an letzter Stelle stand. Als nachhaltig wurden langfristige Absicherungen verkauft und grün versichert galt aus Kundenperspektive als „greenwashing“. Mit Einführung der CSR-Berichtspflicht im März 2017 durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung, wurden ab diesem Jahr Unternehmen dazu verpflichtet für mehr Transparenz in Themenbereichen wie Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen sowie Menschenrechte zu sorgen und entsprechende Maßnahmen einzuführen. Betroffen sind kapitalmarktorientierte Unternehmen sowie Versicherungen mit mehr als 500 Mitarbeitern deren Bilanzsumme durchschnittlich entweder mehr als 20 Millionen Euro beträgt oder deren Umsatzerlöse sich auf mehr als 40 Millionen Euro innerhalb eines Geschäftsjahres belaufen.

Was macht eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie aus?

Ein entscheidender Punkt für eine konsistente Nachhaltigkeitsstrategie ist das von Versicherungen verwaltete Kapital, durch welches ein nachhaltiger Lebensstil gefördert oder blockiert werden kann. Es macht einen Unterschied, ob Kapitalströme in Kohle-, Atomkraft und Rüstung fließen oder von Versicherungen in erneuerbare Energien und gesellschaftlich nachhaltige Projekte investiert werden.
Auch Unternehmenskultur und Geschäftsbetrieb tragen einen entscheidenden Teil zu einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie bei. Ein energieeffizientes Gebäude als Firmensitz, die aktive Förderung der ÖPNV-Nutzung, Familienfreundlichkeit oder recycelte Arbeitsmaterialen sowie ein optimiertes Abfallmanagement stellen Wege in eine nachhaltigere Unternehmensführung dar. Zudem werden solche Leitlinien bei grünen Versicherungen transparent definiert und kommuniziert.
Wer als Versicherung eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt, bietet außerdem ein erweitertes Leistungskonzept an. Nicht nur die ökologische, sondern auch die soziale Nachhaltigkeit wird bei einer solch erweiterten Produktpalette angesprochen. So unterstützen einige Krankenkassen beispielsweise alternative und naturheilkundliche Behandlungsmethoden und investieren in Vorsorgebehandlungen anstatt den Schadensfall abzuwarten. Zudem wird ein nachhaltiger Lebensstil der Versicherungsnehmer bei der Versicherung anerkannt und bei der Tarifierung entsprechend berücksichtigt. Auch im Schadenfall gibt es Ansätze, um eine nachhaltige Unternehmensführung zu etablieren. Beispielsweise kann die Versicherung aktiv die Anschaffung nachhaltiger Ersatzprodukte unterstützen. Einige große Versicherer wie Barmenia, ERGO und Generali haben mittlerweile Ansätze für eine nachhaltige Unternehmensführung integriert.
Einen weiteren Ansatz für mehr Nachhaltigkeit bei Versicherungen bieten Kooperationspartner. So kooperiert Carglass mit nahezu allen Versicherungen in Deutschland und ist für die Repair-First-Strategie bekannt. Reparieren statt wegwerfen und neukaufen, um Material zu sparen und Ressourcen zu schonen. Zudem entfällt für den Versicherungsnehmer im Schadenfall die Selbstbeteiligung.

Grüne Startups

Doch welche Versicherungen und Versicherungsvermittler mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit sind ganz neu auf dem Markt? Das Startup ver.de aus München plant das erste Unternehmen der Versicherungsbranche zu werden, das das Geschäftsmodell Versicherung mit dem Ziel maximaler ökosozialer Wirkung umgestaltet. Wichtigstes Standbein dafür sollen Kapitalanlagen sein, welche in Erneuerbare Energien, Bio-Landwirtschaft und soziale Innovationen investiert werden. Mit dem geplanten öko-fair Upgrade unterstützt ver.de bewusst lebende Versicherungsnehmer. Haben Kunden im Schadensfall einen Ersatzanspruch, so werden die Kosten für ein öko-fair Produkt von ver.de übernommen.
Als Versicherungsmakler hat grün versichert die Vision, Kapitalströme aus schädlichen in ökologische, nachhaltige Industriezweige umzuleiten und arbeitet überwiegend papierlos. In Bereichen in denen noch kein papierloses Arbeiten möglich ist, wird Recyclingpapier genutzt. Das Geschäftskonto wird bei der EthikBank gehalten. Zudem läuft der Betrieb mit Ökostrom, auch die Server der Webseite. Das Deutsche Institut für Nachhaltigkeit und Ökonomie hat das Start-up als ersten Versicherungsmakler für gesicherte Nachhaltigkeit zertifiziert. Auch die Gewinnverwendung des Start-ups zeigt eine ganz andere Perspektive auf: Insgesamt 75 % des Gewinns werden nachhaltig verwendet, wobei 40 % des Gewinns für nachhaltige, soziale und ökologische Projekte gespendet und 35 % in nachhaltige und ökologische Start-ups und Unternehmen investiert werden.
Auch das 2010 gegründete Startup FIBUR arbeitet zu 100 % digital und setzt den Schwerpunkt auf Kapital. FIBUR hat sich auf die staatlich geförderte private Altersvorsorge und auf Berufsunfähigkeitsversicherungen spezialisiert und vermittelt Versicherungen, welche Gelder nachhaltig anlegen. Im Mittelpunkt des Geschäftsmodells steht die Aufklärung und Beratung der Kunden. Gemeinsam mit etablierten Versicherungen sollen außerdem neue grüne Produkte entstehen.
Das Startup Greensurance hat in seinen Produkttarifen eine nachhaltige Komponente für Sachversicherungen integriert, die sich im Schaden- und Leistungsfall auswirkt. Ökologisch handelnde Kunden zahlen von vornherein weniger. Das Startup kann versicherungsmathematisch nachweisen, dass Menschen mit nachhaltigem Lebensstil ein geringeres Risiko für den Versicherer darstellen. Das geringere Risiko wird mit niedrigeren Prämien belohnt. Um Versicherte korrekt einzustufen und deren Lebensweise zu bewerten, hat Greensurance ein Ökopunktesystem entwickelt. lm Kfz-Bereich bietet Greensurance beispielsweise Rabatte für Wenigfahrer mit langjähriger Fahrpraxis an. Auch Autofahrer die ein Auto mit niedrigen Emissionen besitzen oder den jährlichen CO2-Ausstoß durch Kompensation klimafreundlich gestalten, erhalten Ökopunkte. Zudem investiert auch Greensurance von jedem Vertrag einen festen Anteil in Umwelt- und Klimaprojekte.

Nachhaltigkeit und Versicherungen lassen sich gut miteinander verknüpfen und bieten Möglichkeiten für eine innovative sowie alternative erweiterte Produktpalette auf dem Versicherungsmarkt. Startups wie FIBUR, Greensurance und grün versichert machen es vor und fördern gleichzeitig einen nachhaltigeren Lebensstil der Versicherten. Wir sind gespannt welche innovativen, grünen Alternativen wir in Zukunft noch entdecken werden.

InsurTechs – The next Generation

Im Mai dieses Jahres haben wir erstmals eine fundierte Übersicht zum InsurTech-Markt im deutschsprachigen Raum veröffentlicht. In den vergangenen vier Monaten haben sich bereits einige Änderungen im Markt ergeben. Die wichtigsten Aspekte finden Sie nachfolgend zusammengefasst.

Unbenannt 

#1 Der InsurTech-Markt verzeichnet weiterhin ein starkes Wachstum

Konnten wir in der zuletzt veröffentlichten Übersicht noch 37 Unternehmen verzeichnen, so sind es – kein halbes Jahr später – bereits 10 zusätzliche Markteilnehmer. Hierbei handelt es sich jedoch nicht ausschließlich um Neugründungen. Vielmehr scheint es, als hätten sich einige der neuen InsurTechs erst im Laufe der letzten Wochen aus der „Deckung“ gewagt. Dies wird insbesondere durch den Anstieg (+8) bei den im Jahr 2015 gegründeten Unternehmen deutlich, die nach und nach ihr Produkt als marktreif erachten und damit in die Öffentlichkeit treten.

#2 Der Großteil der InsurTechs setzt weiterhin auf vertriebsnahe Geschäftsmodelle

Von den 47 gelisteten InsurTechs setzen 42 auf Geschäftsmodelle, die direkt oder indirekt die Kundenschnittstelle besetzen – sei es in Form von Versicherungsprodukten, Vertragsverwaltungstools oder Aggregatoren. Die Ausnahmen bilden hierbei Backend- (unadox) oder Schadenmanagementtools (Unfallfuchs, Unfallhilfe24, MotionsCloud) bzw. der Roboadvisor Klar+.

#3 Die Anzahl an Software/SaaS-Anbietern steigt rasant an

Waren es im Mai noch 6 Software/SaaS-Anbieter, so stieg die Zahl im September bereits auf 15 an. Die Anzahl an Geschäftsmodellen, die als Versicherungsmakler oder Versicherungsvertreter im Markt agieren, wuchs vergleichsweise weniger stark von 27 auf 30. Eine Erklärung – neben der bereits starken Marktsättigung für Modelle, die auf Onlinevertriebskonzepte setzen – können die steigenden Anforderungen an Versicherungsvermittler als auch die potenziellen Haftungsansprüche der beratenden Kunden sein. Zum anderen setzen einige der InsurTechs zweifelsohne auf ihre originäre Kernkompetenz – die Programmierung und Bereitstellung von leistungsstarken Softwarelösungen – und entfernen sich daher von den Fallstricken komplexer versicherungstechnischer und -rechtlicher Fragestellungen, die durch die an Komplexität zunehmenden regulatorischen Anforderungen (insb. IDD) voraussichtlich weiter steigen werden.

#4 85 Prozent der InsurTechs haben nach wie vor den Endkunden als Zielgruppe

Nur 7 der 47 InsurTechs weisen ein Geschäftsmodell auf, das ausschließlich auf Geschäftskunden fokussiert ist. Das entspricht auch dem Investorenwunsch mit dem Geschäftsmodell den Endkunden direkt zu adressieren. Der Großteil aller Start-ups verfolgt zumindest teilweise den B2C- oder B2B2C-Ansatz. Dabei ist das Ziel, den Intermediär zu eliminieren sowie die Hoheit über den Kunden und dessen Daten zu erlangen. Darüber hinaus erschwert ein nennenswerter Kundenstamm Wettbewerbern die Substitution des Geschäftsmodells.

#5 Nach wie vor ist kein InsurTech disruptiv. Einige der neuen Geschäftsmodelle scheinen aber Entwicklungsstufen zu einer sich nachhaltig verändernden Industrie zu sein:

  • MotionsCloud  Während ein Großteil der Start-ups an der Vertriebsschnittstelle ansetzt, konzentriert sich MotionsCloud auf die automatisierte Schadenregulierung – smart, machen doch 70 % der Versicherungsprämie in der Sachversicherung die Schäden aus. Automatisierungen in den Prozessen können daher schon bei vergleichsweise geringen Verbesserungen zu erheblichen Kosteneinsparungen führen.
  • Snapsure  Die weltweit erste AI-Plattform zur automatisierten Generierung von Versicherungsvorschlägen auf Basis von abfotografierten Gegenständen. Die Technologie erinnert an den Amerikanischen Anbieter „Tröv“, ist jedoch fortschrittlicher, da Produktdatenbänke im Hintergrund implementiert sind, die es ermöglichen, Gegenstände individuell zu identifizieren. Sobald der erste Versicherer in Deutschland auf minutengenaue Deckungskonzepte setzt, kann Snapsure der große Gewinner sein.
  • Versicherix  Der erste wahre Peer2Peer-Versicherer der Schweiz – das zumindest könnte er werden. Noch in der Konzeptionsphase versucht Versicherix zukünftig das Versicherungsgeschäft zu demokratisieren, indem es preisewertere und kundenzentrierte Versicherungsprodukte anbietet. Beginnend mit einem Poolingmodell, welches zunächst darauf abzielt, die bestmöglichen Preis-Leistungs-Angebote an Kunden weiterzureichen, soll die Implementierung eines wirklichen Peer2Peer-Modells, bei dem Kunden ihre Risiken in Gruppen selbst absichern, schnellstmöglich folgen.

#6 Es geht gerade erst los

Die Ausganglage für Veränderung schien nie besser: Eine konservative und von technologischen sowie bürokratischen Lasten gelähmte Branche trifft auf eine kundenzentrierte und durchgängig digitalisierte Gründergeneration, in einem Markt, der sich durch billiges Geld und gigantische Investitionsvolumina auszeichnet.

Ob die Zukunft nun durch die aktuellen und zukünftigen InsurTech-Generationen geprägt werden, komplett digitalisierte Versicherer (PDI)[2] entstehen oder neue Ansätze wie Peer2Peer als auch Blockchain eine Branche in ein neues Zeitalter führen, ist aktuell nur schwer abzusehen und für den Moment auch irrelevant. Sicher ist nur, dass eine Branche deren Innovationsgrad und Veränderungsgeschwindigkeit in der Vergangenheit gegen Null tendierte, neuen externen Impulsen ausgesetzt ist, vor welchen sie sich nicht mehr verstecken kann. Denn: Veränderung vergeht nicht. Die Versicherer – passen sie ihr Geschäftsmodell nicht nachhaltig an – vielleicht schon.

Kick-off des Insurance Innovation Labs*

*dargestellt aus zwei Perspektiven:
Marianne Kühne – Projektmanagerin des Insurance Innovation Lab || Sascha Noack – Head of New Player Network

Viele Versicherer suchen Wege, um durch Digitalisierung neues Geschäftspotential zu erschließen und haben gleichzeitig erkannt, dass radikale Innovationen kaum aus den bestehenden Strukturen generiert werden können. Einzelne Branchenführer bedienen sich zu diesem Zweck unternehmenseigener Satelliten-Projekte wie Labs, Inkubatoren und Acceleratoren. Insbesondere kleine und mittelgroße Versicherer entsteht aus ganz verschiedenen Gründen an dieser Stelle ein Engpass (die passende Studie folgt in Kürze hier :)). Genau diese strukturelle Schwäche greift das Insurance Innovation Lab (IIL) auf. Als Innovationskatalysator soll es zukünftig mittelständigen Versicherern die Möglichkeit bieten, vielversprechende Ideen zu erschließen und diese in Geschäftsmodelle zu verwandeln – das alles neben den bestehenden Strukturen des eigenen Konzerns. Seit gut neun Monaten waren wir mit der Umsetzung dieses einzigartigen Projektes betraut. Nach unzähligen Gesprächen mit potentiellen Partnern und zukünftigen Stakeholdern sowie internen Besprechungen zur Konzeption und Vorbereitung war es am Mittwoch den 15. Juni 2016 endlich soweit. Mit der Kick-off Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Spinlab, dem HHL Accelerator, wurde der Startschuss für das Insurance Innovation Lab gegeben.

Da war er also, der 15. Juni 2016. Unmengen an Energie sowie unzählige intensive und lange Nächte lagen hinter den handelnden Personen des IIL und fanden im Kick-off endlich ihren würdigen Auftakt. Den Auftakt in eine neue Welt. In eine Zukunft in der Innovation und Kooperation den Takt vorgeben. Und wenn man eine Szenerie für solch einen Tag malen würde, so würde am Ende wohl das Spinlab herauskommen. Gelegen in der alten Baumwollspinnerei am Rande der Stadt, bot der Industriecharme dieser einmaligen Räumlichkeiten, mit seiner rustikalen und inspirierenden Aura die perfekte Umgebung, um alte und antiquierte Denkmuster aufzubrechen. Und es war schön zu sehen, dass sich Vertreter aus Wissenschaft, Start-up-Szene und Assekuranz auf diese Reise, diese Umgebung, diese Idee einließen. Eine Reise, die der Innovationsforscher und zukünftige Leiter des IIL – Dr. Hagen Habicht – gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Versicherungsforen Leipzig – Markus Rosenbaum – eröffneten – mit wenig Tamtam aber umso mehr Leidenschaft und Ideen im Kopf.

Schaukeln@Spinlab

Anschließend wurde das Konzept des IIL simpel und in aller Kürze präsentiert. Durch das Zusammenwirken verschiedener Versicherer soll zukünftig eine kreative Dynamik entstehen, welche die kundenzentrierte Entwicklung beschleunigt und gleichzeitig allen Beteiligten ermöglicht, ressourceneffizient zu forschen. Dieser bisher einzigartige, kollaborative Ansatz geht über die gemeinsame Forschung und Ideengenerierung hinaus, denn die beteiligten Versicherer werden zusätzlich bei favorisierten Projekten bis zur konkreten Umsetzung am Markt unterstützt. Ganz praktisch heißt das, dass ab dem 01.07.2016 in den Hallen des SpinLab ein interdisziplinäres Team an den Zukunftsfragen der Versicherungswirtschaft forschen wird. Im Anschluss an diese fachliche Einleitung wurde es greifbarer: alle Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich die Räumlichkeiten des IIL genauer anzusehen und in die inspirierende Atmosphäre, in der zukünftig auch Mitarbeiter aus den beteiligten Häuser arbeiten werden, einzutauchen. Die Aufbruchsstimmung wurde gleich dazu genutzt das neu entstandene Logo und die Homepage zu präsentieren. Das durchgängig positive Feedback freute besonders das Team des Insurance Innovation Lab, das bis zum Veranstaltungsbeginn an allen Details gefeilt hat.

Nach der Vorstellung des  Labs, war die kleine Schwester dran: das New Players Network. Und mit dem New Players Network auch ich. Vier Minuten Zeit. Fünf Folien und ganz sicher um die 10.000 Wörter die zeigen sollten: Mit Lab als Innovationshub und Network als Start-up-Katalysator kennen wir die Richtung. Wir glauben an Kooperation und werden diese fördern. Wir glauben an neue Geschäftsmodelle und werden diese mitgestalten. Wir werden Teil einer neuen Zukunft der Assekuranz sein. Das Nicken im Publikum zeigte: sie verstehen es… Und wie kann man einen Pitch zu einen Start-up-Netzwerk besser beenden, als mit der Übergabe des Mikros an die Start-ups des Netzwerks selbst, die die Kooperationspotenziale aufzeigen?! Und so folgte auf mich Tim von OptioPay – eine Idee, die verändert, wie Menschen ihr Geld erhalten. Ein Geschäftsdreieck das scheinbar das Pareto-Optimum außer Kraft setzt. Ja, man kann die Lage von Kunde, Dienstleister und Versicherer verbessern, ohne zugleich einen anderen schlechter zu stellen… Danach folgte Paul von Unfallhilfe24. Das Nashorn, das Kunden im Kfz-Schadensfall mit optimaler Betreuung eine neue Servicequalität anbietet und die Leistungen im Schadenfall maximiert. Das kostet die Versicherungsunternehmen Geld. Viel Geld. Warum also zusammenarbeiten? Eigentlich ganz einfach: Unfallhilfe24 verschlankt Prozesse, senkt Kosten im Backoffice und erhöht Kundenzufriedenheit und -bindung. Eigentlich ein Traum für jeden Versicherer. Der Aufruf von Paul lautet auch hier: Lasst uns zusammensetzen. Lösungen finden. Kunden besser stellen… Das Wort des Jahres ist schon lange nicht mehr Disruption, sondern Kooperation.

Und wenn wir schon beim Kunden sind: Welcome to the stage Innosabi. Eine Crowdsourcing-Plattform, die es schnell und einfach ermöglicht, Kundenmeinungen abzuholen. Produkte an die Vertriebsrampe schieben war gestern. Auch hier ist Kooperation das Zauberwort. Eine schöne neue Welt…

Und wer hier noch nicht genug hatte, der durfte Thomas Zwack lauschen. 17 Jahre als Berater aktiv, davon 10 Jahre selbstständig, verließ er die Welt, in der er anderen erzählt wie es besser geht, um es am Ende einfach selber besser zu machen. Raus kam eine Promotion zum Thema Peer2Peer-Versicherung. Diese zeigt Innovation auf einem neuen Level und beweist: echtes Peer2Peer funktioniert. Die Veränderung ist hier, es wird Zeit sich ihr zu öffnen. Mit neuen Playern. Mit dem Lab. Mit der Assekuranz…

Mitten im Industrieloft hatten dann auch die Vertreter der Assekuranz jeweils 5 Minuten Zeit, um sich zu präsentieren. Sicherlich war das für einige Repräsentanten eine ungewohnte Zeitvorgabe. Allerdings ließ sich keiner der Referenten dazu hinreißen, die an die Wand projiziert Zweitvorgabe zu überschreiten. Insgesamt entstand auf diese Weise eine dynamische Atmosphäre, in der schnell und auf den Punkt gebracht wurde, aus welchem Umfeld jedes einzelne Unternehmen kommt und wo es zukünftig hingeht. Damit war ein rasanter Auftakt für die beginnende Zusammenarbeit und offene Gespräche in allen denkbaren Konstellationen gegeben.

Nach all dem Input aus den drei entscheidenden Kooperationsecken – Wissenschaft, Start-Ups und Assekuranz – war es erstmals Zeit durchzuatmen. Zu verdauen. Zu verstehen. Und da dies mit leerem Magen nun mal äußerst schwierig ist, gab es Life Cooking, welches mit kreativen Burgerkreationen und innovativem Fingerfood aufwartete. Sterneköche in der Coworking Küche – Gegensätze wie sie schöner nicht seien können. Und passend zu einer Welt, in der scheinbar offensichtliche Kontraste oftmals die schönsten Symbiosen darstellen (können). Warum denke ich da gleich wieder an Unfallhilfe24…?

Work@Lab

Gestärkt, gesättigt und innovationsgeladen startete gegen 21.00 Uhr der Hauptteil des Abends. Der Innovationsworkshop. Prototyping mit Leim, Schere und Gummischnüren. Die Aufgabe so einfach wie elementar: Baut euch euer eigenes Lab! Zentrale Fragen die es in diesem Kontext zu beantworten gab: Was erwartet ihr an Ergebnissen? Wie soll die Zusammenarbeit aussehen? Wie ist eure Rolle im Prozess? Und um Atmosphäre und zukünftige Innovationsprozesse aufzuzeigen, musste jedes Team dies mittels handelsüblicher Bastelmaterialen umsetzen. 30 Minuten Zeit und ein halber Bastelladen zur Verfügung. Wer hier denkt, dass sich Vorstände und Führungskräfte nicht auf eine solche Aufgabe einlassen, der war ganz klar nicht vor Ort – denn die Ergebnisse waren bunt, innovativ und schonungslos. Die Präsentationen der einzelnen Gruppen führten zu viel Diskussion und Ideenfindung. Die zentralen Erfolgskriterien wurden mittels des Prototypings gefunden, die richtigen Fragen gestellt und die gemeinsame Stoßrichtung vorgegeben. Denn auch für das Lab gilt der Ansatz: Kooperation.

23.00 Uhr nahm ein ereignisreicher Abend dann sein verdientes Ende: ein entspannter Ausklang mit kühlem Bier und spannenden Gesprächen auf der Spinlab eigenen „Couchschaukel“  (ein Besuch im Spinlab lohnt alleine schon deshalb). Man spürte die erschöpfte aber hochzufriedene Stimmung aller Teilnehmer durch die Industriehallen schweben. Der erste, elementare Schritt war nun gemeinsam genommen…Man sagt, aller Anfang ist bekanntlich schwer? – Nicht an diesem Abend! An einem Strang ziehend mit viel Leidenschaft und ohne Kopfblockaden wurde der Stein ins Rollen gebracht. Ein Stein der jetzt nicht mehr aufzuhalten ist. 🙂

Interview mit virtualQ

Hallo Ulf, ihr möchtet mit virtualQ „das Warten in Warteschleifen“ abschaffen. Wie soll das funktionieren?
Jeder kennt das Problem in der Warteschleife zu hängen. Das lässt sich leider nicht vermeiden, da das Anrufvolumen für Call-Center zu einem gewissen Grad unvorhersehbar ist. Die Warteschleife ist jedoch für Unternehmen auch mit hohen Kosten und Umsatzverlusten verbunden. Mit unserer Lösung erfährt der Anrufer schon vorab, wenn es aktuell zu längeren Wartezeiten kommt, kann sich schon einmal virtuell „anstellen“ und ruft erst dann an, wenn er auch wirklich an der Reihe ist. Ein intelligenter Algorithmus stellt die „Nicht-Wartenden“ Anrufer dann entsprechend in das Call-Center durch.

Funktioniert das bei jedem Call-Center-Anbieter?
Unsere Lösung ist grundsätzlich mit jeder bestehenden Call-Center-Software kompatibel. Grundsätzlich ändert sich außer einer Schnittstelle zu unserer Lösung nichts an den Prozessen. Jedoch eignet sich die Lösung erst ab einer gewissen Mindestgröße des Call-Centers von sechs bis zwölf Agenten.

CallCentreCircle_Wien_Sprecher_Ulf_KhnapfelWie kamst du auf die Idee von virtualQ? Hast du selbst zu lange in Warteschleifen festgehangen?
Ja, die Idee entstand tatsächlich, weil ich persönlich in der Warteschleife meines Internetanbieters hing. Nach 40 Minuten wurde ich rausgeschmissen, musste noch mal anrufen und noch mal 30 Minuten warten. Da dachte ich, das muss doch besser gehen!
Auf der CallCenterWorld 2015 haben wir unser Produkt dann erstmalig vorgestellt und eine unglaublich positive Resonanz erfahren. Danach ging vieles sehr schnell. Wir haben einen der bekanntesten deutschen Investmentfonds für uns gewinnen können, konnten die ersten namhaften Kunden von unserer Lösung überzeugen und haben viele tolle Partnerunternehmen gewonnen, die uns ihren Kundenstamm vorstellen.

Seid ihr mit dieser Idee alleine am Markt?
Wir bieten eine einzigartige User-Experience, denn nur, wenn der Service vom Anrufer angenommen wird, lohnt es sich auch für das Unternehmen. Mit unserem Portfolio aus Call-in, Call-back und Kalenderfunktionen, die per Webseite, mobiler App und per Ansage in der Leitung verfügbar sind, sind wir am Markt einzigartig. Entwickler haben Zugriff auf unsere API und können so bei Bedarf virtualQ auch sehr einfach selbst in bestehende Systeme integrieren. Die Manager bekommen natürlich Auswertungen und Statistiken in unserem Dashboard.
SoFunktioniertVirtualQ
Kein Wunder also, dass virtualQ bereits national und international einiges an Aufmerksamkeit erregen sowie einige Preise abräumen konnte. Gibt es einen, der euch besonders viel bedeutet?
Eine besondere Auszeichnung stellt für uns die Teilnahme am German Accelerator dar. Dieser wählt die erfolgreichsten Deutschen Start-ups aus, um sie im Silicon Valley zu vernetzen. Zu den Mentoren gehören wirklich große Namen der Technolgiebranche. Das hilft uns natürlich unheimlich weiter.

virtualQ_auf_der_CallCenterWorld_in_BerlinArbeitet ihr bereits mit Versicherern zusammen und welche Vorteile können Versicherer aus der Zusammenarbeit mit euch ziehen?
Ja, wir arbeiten aktuell mit einer Versicherung zusammen und ab Juli höchstwahrscheinlich mit einer zweiten.Neben dem Warteservice für Versicherungskunden haben wir mittlerweile auch ein ganz spezielles Produkt für die Außendienstmitarbeiter von Versicherungen entwickelt, denn auch sie haben mit der Warteschleife zu kämpfen. Insbesondere sehr ärgerlich, wenn sie gerade eine Rückfrage in einem potenziellen Neukundengespräch haben. Dafür haben wir eine spezielle Applikation entwickelt, bei der sich der Außendienstmitarbeiter während des Kundengesprächs schon einmal ansehen kann, wie lang die Wartezeiten aktuell sind, sich ggf. vorab anstellen kann und dann von uns aufgerufen wird, wenn er an der Reihe ist. Für den eigentlichen Anruf haben die Außendienstmitarbeiter dann eine hohe Flexibilität. Wir generieren ein Zeitfenster, in dem sie sich melden können, sodass die Außendienstmitarbeiter erst das begonnene Gespräch mit dem potenziellen Neukunden zu Ende führen können. Bei dem danach folgenden Anruf kommen sie direkt dran. Gerade für diese Lösung haben wir sehr hohe Nutzungsraten. Täglich werden wir von 30 bis 50 Prozent der Außendienstmitarbeiter genutzt.Die Vorteile von virtualQ für Versicherer liegen in der Verbesserung der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Lange Warteschleifen bedeuten Kundenverlust oder entgangene Verkaufschancen. Kunden sind einem Versicherer viel wert und jeder Kunde, der aufgrund der Warteschleife verloren geht, muss mit teurem Marketing wieder gewonnen werden. Wenn man diese Quoten auch nur minimal reduziert, ergibt sich ein erhebliches Potential.In Krisenzeiten oder wenn es zu Peaks kommt, haben die Mitarbeiter der Versicherungscallcenter oft auch mit erheblichem emotionalen Druck zu kämpfen, der natürlich abgemildert wird, wenn die Anrufer nicht schon zu Gesprächsbeginn aufgrund von langen Wartezeiten ungehalten sind. Dadurch verkürzt unsere Lösung auch die Gesprächszeiten. Zudem ist eine erhebliche Reduzierung von Personalkosten durch Peak-Glättungen realisierbar.

Glaubst du, dass im Kontext von Livechat und Roboberatern der klassische Telefonanruf an Bedeutung verlieren wird?
Das kann natürlich ein Thema sein. Chatting, Self Services – das Thema Service bewegt sich zwar immer mehr Richtung online, wird aber auch generell an sich immer wichtiger und anspruchsvoller. Entsprechend steigt die Zahl an Serviceanfragen. Online-Services können nicht alle Anfragen bearbeiten. Die richtig wichtigen Themen versuchen die Kunden immer noch im direkten Gespräch zu klären. Mit Warteschleifen kann man in diesem Moment dann viel kaputt machen.

Welche Pläne verfolgt ihr für die Zukunft?
Wir sind gerade dabei, den Launch eines Produktes zur Erweiterung unseres Portfolios im Sommer vorzubereiten. Das große Ziel, das Thema Warteschleife für die D/A/CH-Region abzuschaffen, verfolgen wir mit unserer gesamten Überzeugung. Langfristig arbeiten wir aber bereits an Themen, die ich jetzt allerdings ungern verraten würde… Aber es bleibt spannend! 🙂

Das New Players Network auf Startup Safary in Leipzig!

Vergangene Woche hieß es zum zweiten Mal: Startup Safary Leipzig. Und das New Players Network war mit dabei! Für uns war die Mission klar: Wir wollten spannende Entrepreneure kennenlernen, die Ihre Geschäftsideen im Herzen Sachsens verwirklichen und sich nicht dem Reiz der Berliner Luft hingeben, die zugegebenermaßen mit zahlreichen Investoren, Co-Working Spaces und einer in Deutschland einmaligen Start-up-Szene einen nach wie vor magischen Reiz ausstrahlt.

Die Idee der Startup Safary ist simple wie genial zugleich. Man verbindet die Start-up-Szene einer ganzen Stadt in einem zweitägigen Event, das sich über das gesamte Stadtgebiet ausbreitet. Die Events sind vielfältig und reichen von Pitches und Fairs über Expertenvorträge bis hin zu Unternehmenstouren und meetups. Insgesamt konnten die 250 Teilnehmer in 17 verschiedenen Locations einkehren, darunter u.a. das Spinlab, das Basislager und das Social Impact Lab, um den knapp 60 Referenten und Entrepreneuren zu lauschen und Fragen zu stellen. Alles ging natürlich nicht, sodass sich jeder Teilnehmer seinen eigenen Fahrplan zusammenstellen und je nach Interessenslage durch die Stadt tingeln konnte. Mit dem Rad kann das selbst in Leipzig, der Stadt mit den bekanntlich kurzen Wegen, zur spannenden wie schweißtreibenden Angelegenheit werden.

Los ging es – und das dann auch für alle – mit dem Kick-off durch Eric Weber, dem Leiter des Spinlabs, sowie dem Oberbürgermeister Burkhard Jung, der in seiner Auftaktrede eine neue Gründerzeit in Leipzig ausrief. Tolles Opening, schönes Statement. Im Anschluss luden die sechs aktuellen Start-ups des Spinlabs zum Kennenlernen: Animus, binee, matchwerk, Neuronade, qlipay und resment. Spannend für die Assekuranz war hierbei vor allem matchwerk, die sich kundenzentrierte Onlineberatung auf die Agenda geschrieben haben und animus, die mit Ihrer Quartiers-Software, die Kommunikation, den Service und die Informationsverteilung zwischen Bewohner und Immobilienunternehmen optimieren und auch einen Versicherungsordner im Account anbieten wollen. Smart Home lässt grüßen.

StartUp Safary 2016Quelle: Startup Safary Leipzig | Social Impact Lab Leipzig

Der Nachmittag des ersten Tages stand im Zeichen zahlreicher Vorträge (u.a. zu Fördermöglichkeiten durch die Stadt Leipzig, Marketing Strategien für Start-ups, Vorstellung des Digital Innovation Model) und Unternehmenspräsentationen (u.a. Lighttaker, blackbee, Formicum) bevor sich im Social Impact Lab eine andere Seite der Start-up Community präsentierte: Die Social Entrepreneurs. Mit Projekten, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind, versuchen hier junge Denker sozialinnovative Ideen mit Leben zu füllen. In drei spannenden Pitches stellten sich hierbei TiMMi (Mitfahrzentrale für Dinge), sålidt (Eliminierung von Plasteverpackungen aus dem Badezimmer) und Cross Hands Architecture (Identifizierung globaler Problemlagen, in denen Architektur und Design eine neue Perspektive zur Problemlösung beitragen) vor.

Der Freitag begann mit einem gemeinsamen Frühstück im Basislager, bei dem die Pitches und Vorträge des Vortages noch einmal intensiv diskutiert werden konnten, bevor es auch schon in die nächste Pitchrunde ging. Acht Unternehmen hatten diesmal Zeit, sich einem breiten Publikum zu stellen: Apoly (digitale Apotheke), BirdieMatch (Logistik Job-Matching-Portal), diafyt (Big data for realtime information in medicine), Forum (digitales Handels-und Unternehmensnetzwerk), Juniko (Kitaplatz-Experten), Sportlich (mobile Plattform für lokalen Sport), factinium (a personalized app for improved memorization) und TwinBottle (bruchsichere Glasflaschen). Alle Präsentationen waren spannend und luden zum Diskutieren ein, insb. in der angeschlossenen Network Session. Leider endete der Tag im Anschluss für mich, sodass ich die weiteren Vorträge (insb. zu Rechtsfragestellungen und Online Marketing Themen) als auch die weiteren Start-ups rund um ApiOmat und Axxplore nicht mehr miterleben konnte.

Nichtsdestotrotz steht fest: Die Start-up-Szene in Leipzig lebt, wächst und gedeiht. Ich freue mich schon auf zahlreiche kleinere und größere Veranstaltungen in diesem Jahr bevor es 2017 wieder heißt: It’s Safary Time! 

Sie sprießen wie Pilze aus dem Boden, überall!

Die Rede ist natürlich von Insur- bzw. FinTechs. Mit teilweise enormen Investitionsbeträgen drängen derzeit an allen Ecken und Enden neue Finanzdienstleister auf den Markt, denen Viele eine „disruptive Kraft“ nachsagen. Bei nüchterner Betrachtung erkennt man durchaus nachhaltige Geschäftsideen, aber auch… weiter zum vollständigen Beitrag

InsurTechs Deutschland

3 Fragen – 9 Antworten

Dominik Groenen von massUp, Tilo Hammer von feelix und Tom Wonneberger von Progress äußerten sich im Februar auf unserem Blog zu RoboAdvicing, der Relevanz von StartUps in der Versicherungsbranche und wie die nahe Zukunft der Assekuranz aussehen könnte.

Das vollständige Interview finden Sie hier…

3 Gründer