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5 Fragen an Purpozed und Extrazwei

Noch zwei Wochen, dann heißt es Bühne frei für die Pitches zum Sustainable Rockstar Award – es wird also Zeit, die beiden finalen Pitch-Teilnehmer vorzustellen: purpozed und extrazwei bringen einen Social Entrepreneurship und Mental-Health-Fokus in die Runde. Beides wichtige Nachhaltigkeitsaspekte, die sicher noch eine spannende Zukunft in der Versicherungsbranche haben, wenn ihr uns fragt. Wir sind jedenfalls schon richtig gespannt auf die Pitches!

Extrazwei

Was genau macht ihr? Erklärt uns euer Unternehmen in drei Sätzen.

Wir unterstützen Menschen in Form von Workshops, Retreats und einer Ausbildung dabei eine mediale Resilienz aufzubauen, digitale Medien selbstbestimmt und gesund zu nutzen, ihr Stresslevel dauerhaft zu senken, ihre mentale Gesundheit zu stärken und dieses Wissen anderen weitergeben zu können.

Welchen Mehrwert hat euer Geschäftsmodell im Sinne von Rethinking Life?
Aktuell steigen die Belastungen, die durch die unkontrollierte Nutzung digitaler Medien in allen Lebensbereichen hervorgerufen werden, exponentiell an. Unsere Vision ist eine gute Digitalisierung, in der digitale Medien produktiv und kreativ als Hilfsmittel eingesetzt werden, damit sie das Leben aller Menschen bereichern und nicht zusätzliche Belastungen hervorrufen.

Wo seht ihr die größten Potenziale für nachhaltige Innovationen in der Versicherungsbranche und wo die größten Hürden?
Da der Umgang mit digitalen Medien jeden einzelnen Menschen, jede Firma, jede Institution betrifft, sehen wir großes Potential, darin, dass Versicherungsfirmen, den gesunden Umgang mit digitalen Medien als Angebot in ihr Portfolio mit aufnehmen.  Das könnte im besten Fall dazu führen, dass auch Firmen, die sich bisher Gesundheitsthemen eher verschließen, ein solches Angebot in Anspruch nehmen. Des weiteren können Versicherungsfirmen mediale Resilienz als Basis für alle Mitarbeitenden und beim Onboarding-Prozess anbieten, um so als Vorreiter zu einer gesunden Digitalisierung beizutragen. Die größte Hürde sehen wir zwischen dem Erkennen der Relevanz des Themas und der mangelnden Umsetzung, was aufgrund der steigenden Belastungen in einigen Jahren sehr teuer werden könnte.

Wie lebt ihr Nachhaltigkeit in eurem Arbeitsalltag?
Wir arbeiten im Homeoffice zumeist online, wodurch wir viele Ressourcen einsparen. Unsere Programme halten wir online ab oder fahren wenn möglich mit dem Fahrrad oder der Bahn zum Veranstaltungsort. Wir achten auf unsere persönlichen Ressourcen und halten Pausen ein. Wir versuchen überwiegend die Dienste europäischer Anbieter*innen (das gelingt leider nicht vollständig) in Anspruch zu nehmen. Wir beziehen Ökostrom, ernähren uns überwiegend biologisch und nehmen an der Aktion Foodsharing teil.  Wir achten auf eine Balance zwischen Analogem und Digitalem, um auf beiden Ebenen mit nachhaltiger Aufmerksamkeit präsent zu sein.

Wo fällt es euch persönlich am schwersten euch nachhaltig zu verhalten?
In der Auswahl etablierter digitaler Angebote, da hier häufig eine adäquate Alternative fehlt.

Purpozed

Was genau macht ihr? Erklärt uns euer Unternehmen in drei Sätzen.
Wir haben ein Marketplace-Tool entwickelt, mit dem Unternehmen schnell und einfach ein wirkungsvolles Corporate Volunteering-Programm einführen und mit minimalen Ressourcen managen können. Dadurch können sie ihren gesellschaftlichen Impact vergrößern, eine bessere ESG-Bilanz erreichen und eine stärkere Unternehmenskultur fördern. Geht sogar in zwei Sätzen.

Welchen Mehrwert hat euer Geschäftsmodell für Inklusion und Ermöglichung des Zugangs zu Versicherungen?
Unsere Lösung fokussiert das “S” (Social) innerhalb des ESG-Konzepts: Environmental Social Governance . Es geht um die Frage, wie sich Versicherungen als gute “Bürger” (Corporate Citizens) für das Gemeinwohl engagieren und eine zusätzliche gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können. Neben dem direkten Impact auf die Gesellschaft gelingt es durch Corporate Volunteering hervorragend, das gesamte Thema Nachhaltigkeit – also auch das “E” und das “G” – fest in der DNA aller im Unternehmen handelnden Personen zu verankern. Und das ist wiederum die Basis aller nachhaltigen Initiativen von Unternehmen. Dafür sollten möglichst viele Beschäftigte ins Corporate Volunteering einbezogen werden (Stichwort Inklusion). Das gelingt am besten, wenn Unternehmen ihren Beschäftigten eine große Vielfalt an Engagementmöglichkeiten anbieten, die deren fragmentierten Interessen gerecht wird. Und genau das machen wir mit unserer Lösung möglich.

Wo seht ihr die größten Potenziale für nachhaltige Innovationen in der Versicherungsbranche und wo die größten Hürden?
Versicherer haben Geld. Und mit Geld können Dinge verändert werden. Ein großer Hebel liegt sicherlich darin, die durch Versicherungsprämien eingenommen Finanzmittel konsequent nachhaltig zu investieren. Das klingt erstmal nicht so cool wie “künstliche Intelligenz” oder “Blockchain”. Aber das Einhalten der „Principles for Sustainable Insurance“, der Finanzinitiative des UN-Umweltprograms, kann man durchaus als nachhaltige Innovation bezeichnen. Ohne die genauen Gründe und regulatorischen Details zu kennen, wäre es gut, wenn Versicherer noch mehr Geld in Unternehmen investieren könnten bzw. würden, die weltverändernde nachhaltige (Klima-)Innovationen vorantreiben.

Wie lebt ihr Nachhaltigkeit in eurem Arbeitsalltag?
Den allergrößten Effekt können wir auf jeden Fall erzielen, wenn wir es schaffen, dass sich durch purpozed mehr Unternehmen beziehungsweise deren Beschäftigte gesellschaftlich engagieren: Wir wollen in den kommenden Jahren drei Millionen Volunteering-Stunden vermitteln. Dass wir zum Beispiel ins Büro radeln und 100% papierlos arbeiten, fühlt sich zwar gut an, hat aber einen vergleichsweise geringen Impact.

Wo fällt es euch persönlich am schwersten euch nachhaltig zu verhalten?
Da müssen wir ehrlich sein: Wir wohnen in einer Altbauwohnung und fliegen hin und wieder in den Urlaub. Allein dadurch ist unsere persönliche Nachhaltigkeitsbilanz ziemlich eingetrübt. Wir kompensieren CO2 mit dem Wissen, dass es bei weitem besser ist, wenn Treibhausgase gar nicht erst entstehen. Reduktion des Fleischkonsums, Second-Hand-Klamotten, regionale/saisonale Lebensmittel – das alles fällt uns nicht schwer.

Ihr wollt mehr über den Sustainable Rockstar Award erfahren? Dann wagt einen Blick in unseren Blogartikel. Und wenn ihr euch auch über die anderen Pitch-Teilnehmer informieren wollt, werdet ihr hier fündig.

Wer wird der neue #Rockstar? Diese Jury entscheidet

Wir haben das Geheimnis bereits gelüftet, wer für den diesjährigen Rockstar-Award auf der Pitch-Bühne sein Bestes geben darf: Cognigy, e-Covery, FinTecSystems, Paladino Insurtech, Peregrine Technologies, Riskine, Thryve und Yousign stehen schon in den Startlöchern. Doch wer fällt das finale Urteil?

Die Jury des Rockstar-Award 2019: 

Fabian Leipelt, Principal bei WestTech Ventures 

Fabien Leipelt hat Wirtschaftswissenschaften und BWL mit Spezialisierung Banken und Versicherungen in Leipzig studiert. Vor seinem Einstieg bei WestTech Ventures war er unter anderem für das Online Marketing von Groupon in Berlin und Sydney verantwortlich.

Foto: Privat

 

Felix Josephi, Geschäftsführer bei PIRATExGmbH 

Felix Josephi organisiert im Rahmen seiner Tätigkeit bei der PIRATEx GmbH unter anderem die EXECinsurtech. Die Veranstaltung mit dem Schwerpunkt Innovation & Technologie stellt eine Plattform bereit, auf der sich junge Unternehmen untereinander sowie mit Kapital- und Konzernentscheidern vernetzen können.

Foto: Privat

Dr. Moritz Finkelnburg, Mitglied des Vorstands bei der BGV / Badische Versicherungen 

Dr. Moritz Finkelnburg blickt auf 20 Jahre Management- und Vorstandserfahrung in führenden Versicherungsunternehmen. An der Frankfurter Goethe Business School hat er als Akademischer Direktor den Bereich Versicherungen mit Schwerpunkt Digitalisierung aufgebaut.

Foto: ARTIS – Uli Deck

Wir sind gespannt, wer diese drei von sich überzeugen kann!

 

Titelbild: Unsplash / James Bond

Wer wird der neue #Rockstar? Das sind die Kandidaten | Teil 2

Letzte Woche haben wir euch bereits die ersten vier Kandidaten und NPN-Mitglieder vorgestellt, die um den diesjährigen Rockstar-Award im Rahmen des Partnerkongresses der Versicherungsforen Leipzig pitchen. Wer ist ihre Konkurrenz? Unsere Vorstellungsrunde, Teil 2.

Um den Rockstar-Award pitchen: 

FinTecSystems bieten PSD2-konforme Kontoinformations- und Zahlungsauslösedienstleistungen an und ermöglichen die schnelle und sichere Bonitätsprüfung des Endkunden. Mithilfe der Lösungen des Start-ups können u.a. in Echtzeit Kreditentscheidungen getroffen und Bonitätskriterien minimiert werden.

Interesting Fact: Das Start-up arbeitet bereits mit der deutschen Tochter der spanischen Banco Santander und der DKB-Tochter SKG zusammen.

 

Paladino Insurtech stellt eine modulare Software-as-a-Service-Plattform zur Verfügung, mit der Kundenprozesse digital abgebildet werden können. Darüber hinaus wird Insurance Product Design angeboten und Versicherungsunternehmen dabei unterstützt, neue Lösungen zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen.

Interesting Fact: Das Start-up war bei der Entwicklung der Online-Autoversicherung von PostFinance beteiligt.

 

riskine entwickelt digitale Beratungslösungen für Versicherungen und Banken. Unter Einsatz von graphbasierten Technologien entstehen Self-Service Lösungen sowie Tools für die persönliche Beratung. Die Angebote reichen von Bots über klassische Website- und Portallösungen bis hin zu Anwendungen für Berater.

Interesting Fact: Das Start-up wurde als Gartner Cool Vendor 2018 in der Kategorie “Insurance” ausgezeichnet.

 

Yousign veröffentlicht sichere und legale, elektronische Signaturlösungen, die auf französischer und europäischer Ebene anerkannt sind. Die Technologie unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Vertragsgestaltung.

Interesting Fact: Das Start-up aus Frankreich expandiert erst seit kurzem in den restlichen europäischen Markt und ist dafür eine Partnerschaft mit dem Start-up-Studio eFounders eingegangen.

 

Titelbild: Eigene Darstellung mit Logos von Cognigy, e-Covery, FinTecSystems, Paladino Insurtech, Peregrine Technologies, riskineThryve & Yousign

Wer wird der neue #Rockstar? Das sind die Kandidaten | Teil 1

Am 19. September geht der Rockstar-Award im Rahmen des Partnerkongresses der Versicherungsforen Leipzig in die 3. Runde. Acht Start-ups haben sich einen heiß begehrten Platz auf der Pitch-Bühne gesichert und dürfen ihre Idee vor Jury und Vertretern der Versicherungsbranche zum Besten geben. Wir freuen uns, dass Cognigy, e-Covery, FinTecSystems, Paladino Insurtech, Peregrine Technologies, riskineThryve & Yousign mit dabei sind! Vier von ihnen sind bereits NPN-Mitglieder  –  wir stellen sie euch heute vor.

Um den Rockstar-Award pitchen: 

Cognigy möchte den kanalübergreifenden Dialog zwischen Mensch und Maschine ermöglichen. Über die Kommunikation mit einem intelligenten Chatbot werden Kunden bei der Vertrags- oder Produktauswahl, bei Schadensmeldungen und anderen Serviceanfragen unterstützt.

Interesting Fact: Das Start-up gewann bereits den Start-up Partner Wettbewerb 2018 von Logitech und Frank Thelen.

 

e-Covery unterstützt als „Physiotherapeut für die Hosentasche“ Patienten mithilfe von sensorgestützten Therapieübungen bei der Genesung. Das Kit kommt mit einer Basis-App und spezifischem Reha-Modul sowie zwei Bewegungssensoren für das zu behandelnde Gelenk daher und assistiert bei der korrekten Ausführung der Übungen.

Interesting Fact: Das Start-up war Teil des gemeinsamen Förderprogramms der AOK Plus und des SpinLab Leipzig.

 

Peregrine Technologies nutzt Methoden der Bildverarbeitung und des maschinellen Lernen, um ein umfassendes Verständnis von Echtzeit-Verkehrssituationen zu schaffen. Die gewonnene Wissensbasis wird für Angebote im Bereich Usage-Based Insurance und Flottenversicherungen zur Verfügung gestellt und erhöht die Aufklärungsquote von Betrugsfällen.

Interesting Fact: Das Start-up wird im Rahmen des Accelerator-Programms von Munich RE und ERGO, ein Teil der europäischen Klimainitiative Climate-KIC (Knowledge & Innovation Community), gefördert.

 

Thryve ermöglicht den einheitlichen Zugang zu Gesundheitsdaten von Fitnessarmbändern, vernetzten Medizinprodukten und Smartphones. Aus den Daten verschiedenster Geräte wird Transparenz über die aktuelle Gesundheit, Gesundheitsrisiken und Verbesserungsmöglichkeiten geschaffen.

Interesting Fact: Das Start-up hat seine Idee bereits in der „Höhle der Löwen“ vorgestellt und erhielt von Carsten Maschmeyers Beteiligungsgesellschaft sowie anderen Geldgebern eine Seed-Finanzierung in niedriger einstelliger Millionenhöhe.

 

Wer sonst noch mit dabei ist, erfahrt ihr nächste Woche in Teil 2 unserer Vorstellungsrunde!

… und was sagt eigentlich der aktuelle Titelverteidiger?  Hier könnt ihr euch noch einmal das Interview mit Benny von Nect, dem Gewinner vom letzten Jahr anschauen.

 

 

Titelbild: Eigene Darstellung mit Logos von Cognigy, e-Covery, FinTecSystems, Paladino Insurtech, Peregrine Technologies, riskineThryve & Yousign

Der Rockstar 2018 im Interview

“Der Preis bedeutet mir enorm viel, es ist ein sehr wichtiges Feedback für uns und es ist super geil, dass es aus der Versicherungsbranche kommt.”
Nect ist der stolze Gewinner des Rockstar Awards, der vor einem Monat bei dem Partnerkongress der Versicherungsforen Leipzig zum zweiten Mal vergeben wurde. In einem dreiminütigen Pitch setzte sich Nect gegen zehn Konkurrenten durch und holte sich den Rockstar Award 2018. Das Geschäftsmodell von Nect, eine Lösung zur einfachen und intuitiven Identitätsprüfung, überzeugte sowohl Jury als auch Publikum.

Benny Bennet Jürgens, Founder und CEO von Nect, spricht im Interview darüber was es ihm bedeutet, den Rockstar Award 2018 gewonnen zu haben, was in nächster Zeit geplant ist und welche innovativen Köpfe hinter dem Start-up stecken.

Film ab für Glücksmomente!

Habt ihr auch das Zeug zum Rockstar?
Am 26./27. März 2019 wird der dritte Claims Rockstar Award vergeben. Weitere Infos gibt es hier.

Bild: Unsplash / Japheth Mast