Zukunft im Netzwerk gestalten

Der diesjährige Partnerkongress der Versicherungsforen Leipzig, der morgen startet, steht ganz unter dem Thema “Zukunft im Netzwerk gestalten”. Deswegen haben wir die Teilnehmer der Start-up-Pitch-Session schon im Voraus gefragt, was sie sich darunter vorstellen.

Mit dabei ist heute auch ein Überraschungsgast, den wir euch heute final vorstellen können! Also lest bis zum Schluss, vielleicht fällt euch ja ein InsurTech auf, was bisher noch nicht auf unserem Blog vorgestellt wurde… 😉

Die Zukunft im Netzwerk gestalten bedeutet für uns… 

Gerade in einer traditionellen Branche mit hohem Digitalisierungbedarf ist es wichtig, durch ein geschlossenes Auftreten die Potenziale neuer Technologien aufzuzeigen. Ein Netzwerk bietet den idealen Ansatz dafür – vielfältige junge Unternehmen mit spannenden Lösungen können dank des New Players Networks mit traditionellen Versicherern in den Austausch treten. Gleichzeitig erschließen sich so wertvolle Synergie-Effekte. Start-ups können voneinander lernen, und so profitieren letztlich alle von der Zusammenarbeit.

… so weiterzumachen wie bisher. Unser B2B2C-Modell funktioniert nur partnerschaftlich im Netzwerk.

Ein Netzwerk gewinnt durch Einsatz und Kontakte an Mehrwert. Das bedeutet für uns die proaktive Teilnahme an Events und die Bereitschaft in das Netzwerk und seine Kontakte zu investieren. In diesem Sinne freuen wir uns, mit Partnern und Mitgliedern des Netzwerks in den Austausch zu treten, um so Know-how und Kontakte zu teilen.

… voneinander zu lernen, sich gemeinsam weiterzuentwickeln und sich gegenseitig zu befähigen. Für uns ist es wichtig, sowohl einen fachlichen als auch persönlichen Austausch anzuregen, um die Transformation der Branche weiter voran zu treiben und sie zur (digitalen) Bestleistung zu motivieren.

… täglich an neuen Konzepten zu arbeiten und bestehende Prozesse zu optimieren, zu digitalisieren und vor allem neu zu denken. Nicht nur Versicherungen, ganz Europa hat die erste Halbzeit der Digitalisierung verschlafen. Doch die zweite Halbzeit gehört digitalisierten Ökosystemen, die mit einzigartiger Customer-Experience Kunden begeistern können und den Versicherungsmarkt auf den Kopf stellen können. Das gelingt nur mit der richtigen Kombination verschiedener Stärken und spezialisierten Partnern. Wir sind immer auf der Suche nach Erweiterungen für unser Ökosystem bzw. nach spannenden Kooperationspartnern und können umgekehrt sicherlich auch für andere Start-ups ein interessanter Zugang zu neuen Märkten und Ländern sein.

Und unser Überraschungsgast für morgen:

… ganz nah am Puls der Zeit zu sein, zu verstehen worum es wirklich geht, eng mit Kunden und Partnern Lösungen zu entwerfen, dabei neue Wege einzuschlagen und die Digitalisierung gemeinsam voranzutreiben.

Vielen Dank an euch für die spannenden Einschätzungen zum Thema! Nun freuen wir uns auf euch morgen und darauf, noch mehr über eure Perspektiven zum Thema “Zukunft im Netzwerk gestalten” zu erfahren! 

Bilder: Logo Partnerkongress der Versicherungsforen Leipzig und Logos von collectAIbsurance, Ninebarc, SDA SE, L’AMIE direkt und Syncier

3 Fragen an L’AMIE direkt

Der Partnerkongresses der Versicherungsforen Leipzig steht vor der Tür, deswegen dürfen euch heute den nächsten Teilnehmer der Start-up-Pitch-Session vorstellen. Eines dürfen wir darüberhinaus noch verraten: Einen Überraschungsgast wird es am Donnerstag auch noch geben, also stay tuned! 😉

Aber nun Vorhang auf für: L’AMIE direkt.

Was würdet ihr seit der Gründung von L‘AMIE direkt​ als euren größten Erfolg sehen?

Wir sind sehr stolz als full-stack InsurTech und als Entwickler digitaler Versicherungslösungen für mehr Transparenz und Einfachheit auf dem Versicherungsmarkt zu sorgen – nicht nur in Österreich, sondern mittlerweile auch international. Genau diese „Internationalisierung“ war zu Beginn eine große Herausforderung für uns. Unsere ersten neuen Märkte waren damals Serbien und Bulgarien. Der Sprung ins kalte Wasser – erstmalig einen neuen Markt – mit unbekannten Eigenheiten, kulturellen Unterschieden, unzähligen versicherungsrechtlichen Bestimmungen und natürlich auch Sprachbarrieren – zu betreten, war etwas ganz Neues für uns. Rückblickend haben wir dies aber ganz erfolgreich gemeistert und daher ist dies auch definitiv als einer unserer größten Erfolge einzuordnen. Aus Businesssicht eröffneten sich uns wahnsinnig viele neue Möglichkeiten und auch abgesehen vom Wachstum haben wir aber auch intern vielfällig profitiert und ganz viele liebe Kollegen aus allen möglichen Ländern dazugewonnen. Der Spaßfaktor hält sich hoch in so einem internationalen Team zu arbeiten und die verschiedenen kulturellen Unterschiede zu nutzen. Mit der Türkei als nächsten Erweiterungsschritt steht dabei bereits der nächste große Kulturkreis vor der Tür.

Was war die größte Herausforderung, der ihr euch stellen musstet und wie seid ihr damit umgegangen?

Um ehrlich zu sein, würden wir die leider weit verbreitete Denkweise, dass die Leistungsfähigkeit eines Start-ups allein vom Investmentvolumen bestimmt wird, als unsere größte Herausforderung sehen. Um für echte Veränderung im Versicherungsbereich zu sorgen ist es für unser Business-Model essenziell, unabhängig von traditionellen Versicherungen agieren zu können – wir haben angebotene Investments in Millionenhöhe von Versicherungen abgelehnt und deswegen unseren eigenen Versicherungsträger gegründet. Unsere Eigenfinanzierung bzw. Unabhängigkeit ist also eigentlich eines unserer größten Assets für unsere Partner, doch fehlte uns der mit größeren Investments verbundene mediale Hype, gerade in der frühen Anfangsphase. Dieses Manko konnten wir aber mit kontinuierlichem Wachstum und der angesprochenen internationalen Expansion ausräumen und mittlerweile sprechen unsere Zahlen für sich, schließlich haben wir mit unseren 500.000 Kunden im Verhältnis zur Marktgröße vermutlich einen größeren Market Share als Lemonade erzielt, nur das wir bereits profitabel operieren.

Was war das schönste Event, das ihr gemeinsam als Team erlebt habt?

Ein besonderes Event war das Go-live unserer „Smart“ Reiseversicherung, also einer auf Roaming-Data basierenden, automatisch aktivierende Reiseversicherung, die wir zusammen mit einem Mobilfunker vor circa zwei Jahren erstmalig entwickelt haben. Auf Grund externer Einflüsse waren wir allerdings mit einem kurzen Entwicklungsfenster von nur sechs Wochen konfrontiert, was rückblickend eigentlich verrückt war, da es eine komplette Neuentwicklung war. Wir haben aber als Team gemeinsam beschlossen, diese Herausforderung anzunehmen und jeder Einzelne ist dabei über sich hinausgewachsen. Nach sechs stark intensiven Wochen mit unzähligen Ups and Downs konnten wir dann tatsächlich rechtzeitig den Launch-Button drücken und das gesamte Team lag sich bei der anschließenden Feier erschöpft, aber glücklich in den Armen.

Wie schön, dass ihr es so genießt in einem internationalen Team zu arbeiten und das klingt ja wirklich nach einer verdienten Feier! Bis Donnerstag, wir freuen uns auf euch! 

Bild: Teambild und Logo von L’AMIE direkt.

3 Fragen an SDA SE

Wir freuen uns, euch heute das nächste InsurTech als Teilnehmer der Start-up-Pitch-Session des Partnerkongresses der Versicherungsforen Leipzig vorstellen zu dürfen!

Und damit Bühne frei für: SDA SE. Die drei Fragen beantwortete uns Laura, Chief Commercial Officer bei SDA SE.


Was würdet ihr seit der Gründung von SDA SE als euren größten Erfolg sehen?

Wir sind sehr stolz, starke Partner als Shareholder gewonnen zu haben. Die SDA SE wurde 2016 als Joint Venture von den Unternehmen Signal Iduna, msg und IBM gegründet. Im Jahr 2019 haben wir es geschafft, weitere Player am Markt, die Debeka und Allianz X, von unserer servicedominierten Plattform zu überzeugen und sie als zusätzliche Shareholder zu gewinnen. Unsere Partner und Kunden sind begeistert von der SDA SE und das motiviert uns! Die Anzahl und auch die unternehmerische Stärke der Partner zeigt, dass unser Produkt sowohl eine hohe Relevanz als auch Marktstandardpotential für die Digitalisierung in der Versicherungsbranche besitzt.

Was war die größte Herausforderung, der ihr euch stellen musstet und wie seid ihr damit umgegangen?

Eine große Herausforderung – die vermutlich viele Start-ups zu Beginn haben – war, als ernstzunehmender Player wahrgenommen zu werden. Das war am Anfang oftmals schwierig. Aber über viele Gespräche hinweg konnten wir uns mit unserer Idee und unserem Produkt durchsetzen und uns so, insbesondere auch durch die Erweiterung des Shareholderkreises, etablieren.

Gibt es ein Erlebnis, über das ihr heute noch lacht?

Oh ja auf jeden Fall! Wir sind einmal auf eine Makler-Messe eingeladen worden. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir jedoch wenig „Content“ in diesem Bereich, den wir anbieten konnten und wir wussten nicht so recht, wie wir auf uns aufmerksam machen sollten, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Am nächsten Tag brachte dann ein Mitarbeiter einen kleinen Plastik Dinosaurier mit ins Büro. Warum? Er sagte, Makler kennen Versicherungen ja schließlich als Dinos. Wir haben ihn auf der Messe aufgestellt und es hat sehr gut funktioniert! Er hat für viele Lacher gesorgt und seitdem steht der kleine T-Rex im Eingang unseres Büros.

Was für ein schöne Geschichte, wir hoffen, der kleine T-Rex bringt euch weiterhin so viel Erfolg! Jetzt sind wir aber erst einmal gespannt auf euren Pitch nächste Woche, bis dahin!

Bild: Teambild und Logo von SDA SE.

3 Fragen an Ninebarc

Nur noch eine Woche und dann findet endlich der Partnerkongress der Versicherungsforen Leipzig statt! Und damit auch die von uns heiß ersehnte Start-up-Pitch-Session. Deswegen dürfen wir euch diese Woche gleich zwei weitere Teilnehmer vorstellen. Also seid gespannt! 😉

Heute an der Reihe: Ninebarc.

Was würdet ihr seit der Gründung von Ninebarc als euren größten Erfolg sehen?

Unser größter Erfolg ist der Aufbau unseres Team mit einer offenen Unternehmenskultur, die durch jeden einzelnen gelebt wird. Darüber hinaus war es ein großer Erfolg, mit der ersten Produktversion im letzten Jahr an den Markt zu gehen.

Was war die größte Herausforderung, der ihr euch stellen musstet und wie seid ihr damit umgegangen?

Unsere Vision “Prepare people for the unforeseen” ist eine ganz eigenständige Herausforderung, der wir uns beim Aufbau unseres Unternehmens und und der Entwicklung unseres Produktes tagtäglich stellen. Mit einem offenen Ohr treten wir an unsere Kunden, um dieser Vision gerecht zu werden. Insbesondere in einem kleinen Team wie unserem heißt das, auch füreinander da zu sein und sich gegenseitig zu bekräftigen. Ein schwerer Schicksalsschlag im engeren Umfeld selbst hat zur Gründung von Ninebarc geführt. Daraus haben wir eine Chance geschaffen und helfen Menschen, die sich der gleichen Herausforderungen stellen – dem Tod.

Was war das schönste Event, das ihr gemeinsam als Team erlebt habt?

Wir haben vor der Einführung der Corona-Maßnahmen regelmäßig Teamevents durchgeführt. Gemeinsame Kletterausflüge, kreative Workshops und natürlich auch geselliges Beisammensein bei leckerem Essen und Getränken. Durch die einsetzenden Maßnahmen war es dann aber natürlich nicht mehr möglich, Events in diesem Sinne zu veranstalten. Trotzdem führten wir weitere Team Calls außerhalb der Arbeitszeiten durch, um uns auszutauschen und auf dem Laufenden zu halten. Diese gegenseitige Unterstützung ist das, was uns als Team ausmacht, hat so zu einem unfassbar starken Zusammenhalt geführt und ist somit das schönste Erlebnis in unserem Team.

Wir freuen uns sehr zu hören, dass ihr als Team das beste aus dieser Zeit macht und hoffen, dass ihr bald auch so wieder zusammenfinden könnt! Jetzt freuen wir uns aber ersteinmal auf euren Pitch nächste Woche, bis dahin!

Bild: Teambild und Logo von Ninebarc

3 Fragen an bsurance

Der Partnerkongress der Versicherungsforen Leipzig rückt immer näher und wir möchten euch heute einen weiteren Teilnehmer der Start-up-Pitch-Session vorstellen.

Diese Woche an der Reihe: bsurance. Die drei Fragen beantwortete uns Thomas, Business Development Manager bei bsurance.

Was würdet ihr seit der Gründung von bsurance als euren größten Erfolg sehen?

Definitiv unser Team. bsurance hat in den letzten drei Jahren ein sehr vielfältiges und internationales Team aufgebaut, das sich mittlerweile aus zehn Nationen zusammensetzt und zum Beispiel über eine 50/50 Balance von Männern und Frauen verfügt. Wir haben mit vier Personen angefangen, jetzt sind wir fast 30 und bis Ende des Jahres voraussichtlich 50. Ein sehr diverses Team mit einem unglaublich kreativen und produktiven Input, was unser Wachstum erklärt!

Was war die größte Herausforderung, der ihr euch stellen musstet und wie seid ihr damit umgegangen?

Gerade letztes Jahr war die Veränderung unseres etablierten B2B Salesprozesses durch die aktuelle Pandemie eine Herausforderung. Bis dahin hatten wir einen stark auf Veranstaltungen ausgerichteten Lead Generierungsprozess. Besuchten wir 2019 noch circa 60 Veranstaltungen, mussten wir ab März 2020 komplett auf Digital umstellen. Wir haben dann aber schnell reagiert und bereits kurz danach mit einer bis jetzt sehr erfolgreichen Webinar Serie angefangen. Abgesehen davon schauen wir über den Tellerrand hinaus und sind sehr spannende strategische Partnerschaften mit Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen eingegangen.

Was war das schönste Event, das ihr gemeinsam als Team erlebt habt?

Unser jährlicher Ski-Trip ist, mit Ausnahme von diesem Jahr, bereits zu einer Tradition geworden, aber das schönste Event war wohl der gemeinsame Weinwandertag im Frühjahr, kurz nach dem ersten Covid-19 Lockdown. Mit entsprechendem Mindestabstand und eingeteilt in Business Continuity Gruppen konnten wir, trotzdem oder gerade deswegen, ein wunderschönes Teamerlebnis in den Weinbergen Wiens verbringen.

Vielen Dank für das Interview, wir hoffen, ihr könnt bald wieder so wunderbare Teamevents erleben und freuen uns auf euren Pitch am 4. März! Bis dahin! 😉

Bild: Teambild und Logo von bsurance

3 Fragen an collectAI

Wir freuen uns sehr, euch heute den ersten New Player, der an der Start-up-Pitch-Session des Partnerkongresses der Versicherungsforen Leipzig teilnehmen wird, etwas genauer vorstellen zu dürfen

Hier unsere 3 Fragen an collectAI und damit Bühne frei!

Was würdet ihr seit der Gründung von collectAI als euren größten Erfolg sehen?

Seit der Gründung haben wir uns stetig weiterentwickelt. Zum einen sind wir stolz auf zahlreiche erfolgreiche Projekte mit unseren Geschäftskunden, die den Mehrwehrt unserer KI-basierten Lösung für digitales Forderungsmanagement belegen. Dabei erzielen wir messbare Verbesserungen – Realisierungsquoten steigen, Kosten sinken und die Kund*innenbindung wird verbessert.

Zum anderen ist unsere organisationale Weiterentwicklung für uns ein großer Erfolg – mit etwa 50 Mitarbeitenden aus mehr als 10 Ländern, und gemeinsam ziehen wir alle an einem Strang. Dieser Teamspirit hat sich auch in Zeiten von Corona bewährt: Seit fast einem Jahr arbeiten wir wir mobil und bringen auch weiterhin unsere Technologie und unsere Geschäftsbeziehungen voran.

Was war die größte Herausforderung, der ihr euch stellen musstet und wie seid ihr damit umgegangen?

Ein wichtiges Thema zentrales Thema stellt für uns stets der Datenschutz dar – schließlich geht der Umgang mit Daten der Kund*innen unserer Geschäftskunden mit einer großen Verantwortung einher.

Das Erreichen der TÜV-Zertifizierung im Bereich Datenschutz und IT-Sicherheit war für uns ein wichtiger Schritt, um unseren hohen Standard in diesem Bereich zu untermauern.

Gibt es ein Erlebnis, über das ihr heute noch lacht?

Dazu müssen wir gar nicht weit in die Vergangenheit schauen – unsere Geschäftsführer bewiesen bei unserer Corona-bedingt digitalen Weihnachtsfeier viel Humor beim Powerpoint-Karaoke.

Na da sind wir ja mal gespannt auf euren Pitch, vielleicht gibt es ja auch für uns eine kleine Karaoke-Einheit? 😉 Bis zum 4. März, wir freuen uns auf euch!

Bild: Teambild und Logo von collectAI

3 Fragen an Jean-Louis und Manon von Zaion

Da die Start-up-Session des Messekongress IT leider viel zu schnell vorbeiging, kommt hier auch für diejenigen, die nicht live dabei sein konnten, noch ein letztes Interview unserer Reihe “3 Fragen an”.

Diese Woche als krönender Abschluss: Jean-Louis und Manon von Zaion.

Wie seid ihr auf die Idee eures Geschäftsmodells gekommen?

Zuerst einmal: warum Z.A.I.O.N ?

„Z“, weil es nach etwas sehr Schnellem klingt, genau wie Innovationsfähigkeit
„A“ und „I“ stehen für Artificial Intelligence
„ON“, steht für Einschalten.

Der Gründer und Vorsitzende von Zaion, Franz Fodéré, ist Experte für Customer Relationship Management, besonders im Bereich von Call Centern. Im Laufe seiner Karriere wurde er sich drei besonderen, aktuellen Herausforderungen im Bereich Customer Relationship bewusst:

  • Erstens: Wenn eine Firma eine aktive und effektive Anrufabwicklung bieten will, braucht sie mehr Mitarbeiter, welche die Betriebskosten erhöhen.
  • Zweitens: Es gibt Zeiträume, in denen die Mitarbeiter nicht alle ankommenden Anrufe bearbeiten können; wenn z. B. ein Klima-Schaden vorliegt, nimmt die Anzahl von Kundenanforderungen drastisch zu. Es kommt zu einer sogenannten Anrufspitze und nicht jedem Kunden kann geantwortet werden.
  • Drittens: Es gibt viele wiederkehrende Aufgaben für Telefonberater und die Mitarbeiter-Schwankungsrate in Call Centern ist sehr hoch. Solche Fluktuationen können geschäftliche Unsicherheiten bewirken.

Mit Zaion wollte Franz Fodéré einen fließenden Arbeitsablauf in Call Centern einführen. Darüber hinaus kann man vier typische Irritationen bei Kundenbeziehungen beobachten: den Sprachserver, den beschränkten Stundenbereich, die Wartezeiten und die Eignung der Antworten. Diese können von den Call-, Voice, Chatbots und E-Beratern gelöst werden. Diese KI-Lösungen sind für die  24/7-Bearbeitung von Anrufen, die Bearbeitung von wiederkehrenden Kundenanforderungen und eine bessere Anrufvermittlung gedacht.

Was sind eure persönlichen Stärken im Bereich Technologie und IT?

Die Ehe mit Zaion gilt ein Leben lang!

Im Vergleich zu anderen Wettbewerbern, führen wir eine vertikale Kundengewinnung durch. Wir bieten KI-Lösungen an, die spezifisch für Customer Relationship in der Versicherungsbranche bestimmt sind, wie z. B. Terminvereinbarungen mit dem Sachgutachter oder Techniker, die Abholung eines Zeugnisses oder persönlichen Informationen aus dem Benutzerkonto.

Unsere Kunden verwenden unsere Bots für ihre individuellen Aufgaben. Aus diesem Grund entwickeln wir zusammen mit den Kunden Anwendungsfälle für unsere Lösungen. Jedem Kunden wird ein ZAION-Projektmanager zugewiesen. Wir strukturieren das Botgespräch zusammen und trainieren unsere Bots durch Machine Learning zunächst intern und im nächsten Schritt mit dem realen Kunden. Dabei werden die Fähigkeiten und das Verhalten der Bots stetig verbessert und das gesamte Projekt regelmäßig überwacht.

Ein starke Innovationskultur!

Unsere F&E Abteilung besteht aus Ingenieuren, Doktoren mit KI-Wissen und Sprachwissenschaftlern aus der ganzen Welt. Die Arbeit des Teams beschäftigt sich mit KI, mit besonderem Schwerpunkt auf Interaktionen. So konnten Algorithmen entstehen, die mit globalen Marktteilnehmern konkurrieren können. Diese Algorithmen wurden auf Basis von Deep Learning aufgebaut und verwenden Daten von Zaion, um die Bots mit hochwertiger Sprach- und Emotionserkennungsfähigkeit auszustatten.

Durch Natural Language Processing und Sprach- und Emotionserkennung im Laufe des Gesprächs (Mensch-Bot) sind die Bots in der Lage Kundenanforderungen zu verstehen. Sie können einen Schaden von Beginn an behandeln und dienen als telefonische Berater durch eine genaue Analyse des Gesprächsverlaufs in Echtzeit.

Was ist eure größte Vision für die Versicherungsbranche?

Die Zukunft der Versicherungsbranche steht vor einer vollautomatisierten Behandlung von wiederkehrenden Kundenanforderungen. Dies bedeutet, die Kunden werden End-to-End Prozesse bei ihrem Versicherer mit Bots durchführen und auf den verschiedensten Wegen mit diesen kommunizieren (z. B. über SMS, soziale Netzwerke, E-Mails und Stimme).

Andererseits werden auch die Arbeitsprozesse bei telefonischen Beratern verbessert. Mit Hilfe unserer KI-Lösungen können diese sich auf Aufgaben mit mehr Wertschöpfung fokussieren und weniger repetitive Vorgänge durchführen.

Unser Ehrgeiz ist es, eine fließendere Struktur in Kundenbeziehung zu bringen!

Vielen Dank an Jean-Louis und Manon für das Interview und den Pitch beim Messekongress IT, wir freuen uns, euch bei einer unserer nächsten Veranstaltung wieder zu sehen!

Bild: Jean-Louis und Manon (Business Development), Logo: Zaion

3 Fragen an Nick von KASKO

Nur noch weniger als eine Woche, dann ist es endlich soweit! # VFLMKIT

Heute wollen wir euch ein letztes InsurTech mit spannendem Geschäftsmodell vorstellen, bevor ihr nächste Woche die Möglichkeit habt, jedes einzelne der vorgestellten InsurTechs persönlich (oder eben virtuell) in ihrem Pitch bei der Start-up-Session des Messekongress IT kennenzulernen!

Diese Woche an der Reihe: Nick von KASKO.

Wie seid ihr auf die Idee eures Geschäftsmodells gekommen?

Nachdem ich in Großbritannien Versicherungs- und Risikomanagement studiert hatte, zog ich 2008 nach Deutschland zurück, arbeitete bei einem führenden Industrie-Versicherungsmakler und dann einige Zeit im Familienunternehmen, einem Spezialassekuradeur. Aber erst als ich meiner Schwester bei ihrem eigenen Start-up – einer damaligen Dating-App – geholfen hatte, wusste ich, dass ich auch etwas ganz Eigenes entwickeln und aufziehen will.

Das Wichtigste bei dem nächsten Schritt war es ein Team zu finden, und ich wusste genau, wen ich als Mitbegründer haben wollte. Ich hatte während meiner Studienzeit Matt zufällig an der Universität getroffen – wenn man als Zufall bezeichnen kann, dass ich mich in dem falschen Studentenheim angemeldet hatte. 🙂 Wie auch immer, wir sprachen darüber und waren uns einig, dass wir etwas zusammen machen könnten. Daraufhin entschieden wir uns für etwas, das für unsere heutige Arbeitsweise von entscheidender Bedeutung ist – wir machten einen Test. Wir waren Freunde, aber hatten noch nie zusammengearbeitet, weshalb wir dies testen wollten – befreundet zu sein ist ja etwas anderes als ein Unternehmen zusammen zu führen. Also starteten wir damit, eine Promi-Zitat-App namens “Quotes of Glory” zu entwickeln – am Ende waren wir immer noch Freunde und wussten, dass wir gut zusammenarbeiten konnten. Matt und ich hatten ein paar großartige erste Ideen und im Januar 2015 nahm ich mir ein Sabbatical, um über unsere nächsten Schritte nachzudenken. Mit meinem Versicherungshintergrund und Matts technischem Know-how begannen wir KASKO Drive zu bauen, ähnlich wie Cuvva heute in Großbritannien, nämlich eine kurzfristige Autoversicherung per App.

Wir bewarben uns für zahlreiche Startup-Wettbewerbe (diese schienen eine gute Möglichkeit zu sein, Feedback, Traktion und finanzielle Mittel zu erhalten, um voranzukommen) und gewannen den dreitägigen Start-up-Pitch der WHU Otto Beisheim School of Management. An diesem Abend rief ich Matt an, welcher am Tag darauf die Unterzeichnung für die Anzahlung seiner Wohnung in London gehabt hätte, und ich bat ihn dies nicht zu tun und stattdessen nach Deutschland zu ziehen, woraufhin er seine Koffer packte und nach Hamburg flog. Matt wurde schnell der zweitwichtigste Mensch in meinem Leben, (wobei der erste natürlich meine wundervolle Frau Maria ist und jetzt seid 6 Monate beide einen Platz nach hinten gerückt sind mit der Geburt meiner Tochter Maxima im April 2020).

Nach einigen weiteren Wettbewerbsgewinnen und Entwicklungsstufen stiegen wir auf ein B2B2C-Modell um. Wir stellten fest, dass die Kundenakquisitionskosten für ein On-Demand-Versicherungsmodell einfach nicht funktionieren würden; die Technologie allerdings stimmte sehr gut.

Nach einem Umzug nach London (wo wir jetzt unseren Hauptsitz haben), dem renomierten Start-up-Accelerator Seedcamp beizutreten in einer Kohorte mit Monese und Wefox (ganz zu schweigen von früheren Portfoliounternehmen wie UIPath, Revolut und Transferwise) und einem Treffen mit Baloise in der Schweiz, war ein Geschäftsmodell geschaffen, das einfach Sinn machte. Baloise mochte unsere Technologie und wollte unsere Plattform mit einem White-Label versehen, um Produkte zu entwickeln, die sich in ihre verschiedenen Vertriebskanäle integrieren ließen. Damit wurde KASKO mit seinem “Insurtech as a service”-Angebot geboren.

Was sind eure persönlichen Stärken im Bereich Technologie und IT?

Ich würde es nicht auf Technologie kaprizieren, sondern dass Matt als CTO das Tech- und Architekturverständnis mitbringt und ich als CEO das Versicherungs- und Vertriebs-Know-how. Wir beide teilen aber eine tiefe Produktversessenheit. Von Anfang an haben wir zunächst versucht das Kundenproblem zu verstehen und dann geschaut, wie man dieses technisch besser machen und laufend optimieren kann. Dies ist auch unsere immense Stärke: Die Produktfunktion (also Kundenbedürfnisse in Prozesse und IT-Produkte umzusetzen) sitzt bei uns nicht nur in einer spezifischen Funktion (selbst wenn wir diese im Produkt-Team haben), sondern auch im Sales Delivery- und IT-Team – jeder denkt hier mit.

Um dies zu gewährleisten haben wir eine modulare und auf Microservices definierte Plattform, die laufend ausgebaut und erneuert wird und somit sehr flexibel auf die jeweiligen Prozesse eingehen kann.

Was ist eure größte Vision für die Versicherungsbranche?

Wir planen ein zentrales Versicherungsnetzwerk aufzubauen, wo Produktgeber und Vertriebspartner kostengünstig und flexibel ihre Versicherungsprogramme aufsetzen und abwickeln können. Das Ziel ist es, die aktuellen Vertriebs- und Betriebskosten von circa 40 Prozent der Prämie auf 4 bis 5 Prozent zu reduzieren.

Hierzu ist es wichtig, dass dieses Netzwerk wichtige Funktionen der Versicherungswertschöpfungskette abbilden kann, sofern die Versichererkernsysteme dies nicht kostengünstig bereitstellen können (insb. Tarif-Angebot-Abschlussprozesse als REST API, White-label Front-Ends sowie Inkasso-, Bestands- und Schadensprozesse).

Uns ist es wichtig, dass etwaige Effizienzgewinne durch Technologie allen Marktteilnehmern in einer fairen Art und Weise zukommen. Dies hat nichts mit Altruismus zu tun, sondern entstammt der Überzeugung, dass Versicherung ein Beziehungsgeschäft ist und sich daher ein von Tag 1 auf langfristige Beziehungen und Partnerschaften ausgerichteter Ansatz (anstelle bspw. eines eher transaktionellen Ansatzes) am Ende auszahlen wird.

Vielen Dank an Nick für das Interview, wir freuen uns sehr auf euren Pitch nächste Woche!

Bild: Teambild, Logo: KASKO

3 Fragen an Christopher von Konfuzio

Wir freuen uns, euch den Rest der Wartezeit auf den Messekongress IT mit einem weiteren spannenden Interview mit einem der Teilnehmer der Start-up-Session verkürzen zu können.

Diese Woche an der Reihe: Christopher von Konfuzio.

Wie seid ihr auf die Idee eures Geschäftsmodells gekommen?

Die Idee entstand durch unsere Erfahrungen insbesondere in Großunternehmen, die mit riesigen Mengen an unstrukturierten Daten zurechtkommen müssen. Wir lösen mit Konfuzio menschliche Routinetätigkeiten bei der Verarbeitung von E-Mails und Dokumenten in Unternehmen, sodass deren Mitarbeitende mehr Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten haben. Bei diesen Tätigkeiten sparen wir unseren Kunden bereits heute mehr als 75 Prozent der Zeit ein. Mein Mitgründer Florian Zyprian und ich arbeiten bereits seit unserem Elite-Studium 2014 eng zusammen. Unser top ausgebildetes Team bietet die Basis dieses in Europa 1.7 Milliarden große Problem zu lösen.

Was grenzt euch von anderen InsurTechs im Bereich Technologie und IT ab?

Unsere Lösung ist keine bloße Idee eines Start-ups, sondern wird täglich tausendfach verwendet. Unser Ziel ist es dabei, unseren Kooperationspartnern eine nahtlose Kundenerfahrung mit hohem Net Promoter Score zwischen digitalen und analogen Channels anzubieten und sicherzustellen, dass Mitarbeitende in Versicherungsunternehmen KI-Software einfach in ihren Arbeitsalltag integrieren können. Wir unterstützen unsere Kunden auch bei der Backend-Integration und bieten dabei mehr als 50 fertige Anbindungen für den Betrieb als SaaS-Lösung oder On-Premises. Was Konfuzio weiterhin auszeichnet ist die Möglichkeit zum selbstständigen Trainieren der Software durch die Mitarbeitenden, denn Programmierkenntnisse sind dafür keine Voraussetzung, können aber von erfahrenen Data Scientists eingebracht werden, um eigene Modelle auf der Konfuzio-Plattform zu betreiben. Somit ist Konfuzio überall und jederzeit anwendbar. Selbstverständlich steht darüber hinaus unser Team mit einer kompetenten Beratung immer zur Verfügung.

Was ist eure größte Vision für die Versicherungsbranche?

Vielen vor allem alteingesessenen Versicherungen fällt es schwer, sich dem Thema der Digitalisierung bewusst anzunähern und scheuen teilweise vor einer Integration neuer digitaler Technologien zurück. Dem Handlungsbedarf sind sich jedoch die meisten bereits bewusst, da die Erwartungen der Verbraucher bzw. Kunden bezüglich digitaler Angebote und einer reibungslosen Abwicklung von Anfragen stetig steigen. Unsere Vision ist es, die Arbeitszeit in Versicherungen noch spannender zu gestalten. Wir glauben, dass RPA und KI Routinen übernehmen können, sodass Mitarbeitende wieder Zeit für Empathie, Strategie und Kreativität haben. Dieser Vision kommen wir täglich näher. Unsere Erfolgsgeschichte in Kooperation mit der 1:1 Assekuranzservice AG wurde sogar von dem IT Finanzmagazin in einem Artikel aufgegriffen. Dabei setzen wir auf kundenorientierte Ziele und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zur Schaffung von Win-Win-Situationen. Genau so werden wir weitermachen und unsere Vision, die Versicherungsbranche zu digitalisieren, vorantreiben.

Wir danken Christopher ganz herzlich für das spannende Interview und freuen uns, in eurem Pitch noch mehr zu erfahren!

Bild: Dr. Klaus-Peter Röhler (Mitliged des Vorstands der Allianz SE, Vorstandsvorsitzender Allianz Deutschland AG), Christopher Helm (CEO & Co-Founder Konfuzio), Florian Zyprian (CTO & Co-Founder Konfuzio), Manuel Holzhauer (Insurance Industry Executive bei Microsoft), Logo: Konfuzio

3 Fragen an Franz und Nina von Segurio

Der Messekongress IT rückt immer näher! Das bedeutet: Wir stellen euch ein weiteres spannendes InsurTech vor, welches an der Start-up-Session teilnehmen wird.

Diese Woche an der Reihe: Franz und Nina von Segurio.

Wie seid ihr auf die Idee eures Geschäftsmodells gekommen?
Viele Jahre konnten wir beobachten, wie die Branche auf der Stelle tritt. Mit Segurio haben wir den Sprung hin zu einer 100% digitalen Abwicklung geschafft, vom Kunden direkt zum Underwriter. Aufgehängt ist unser Angebot an wertvollen Lieblingsteilen: Uhr, Verlobungsring, Musikinstrument oder Kunstwerk.

Was grenzt euch von anderen InsurTechs im Bereich Technologie und IT ab?
Wir sind von unserem Business überzeugt und sehen wie wir wachsen und Menschen begeistern. Es ist nicht unser primäres Ziel uns „abzugrenzen“. Vielmehr glauben wir an Kommunikation & Kooperation. Nur gemeinsam können wir der schwerfälligen Branche genügend Drive beschweren und endlich eine digitale, kundenorientierte und vor allem zeitgemäße Zukunft leben. Entsprechend begreifen wir uns als Teil einer Bewegung, die schon viel mehr in den Köpfen der Kunden angekommen ist, als in denen der Big Player.

Mit Segurio kann der Kunde in 2 Minuten hochwertige Einzelstücke versichern. Wir bieten unseren Kunden ein papierloses und transparentes Management im Onlinekonto gepaart mit monatlicher Bezahlung und Kündigung. Unsere Risikostruktur ist klar und übersichtlich, direkt vom Kunden zum Underwriter.

Was ist eure größte Vision für die Versicherungsbranche?

Ganzheitlich aktiv zu werden, bevor es Externe für uns übernehmen. Wir kennen unsere Branche, sind selbst auch immer „Kunde” und haben hier einen klaren Vorteil, den wir nutzen müssen. Es wird nicht lange dauern und Tesla ist mit seinem visionären Gründer der größte Anbieter für KFZ Versicherung in den USA…

Wir danken Franz und Nina ganz herzlich für das spannende Interview und freuen uns, in eurem Pitch noch mehr zu erfahren!

Bild: Franz (Geschäftsführer) und Nina (Gründerin), Logo Segurio