Mitgliederanzahl des NPN erhöht sich auf 91

Im Mai 2018 wurden vier weitere Start-ups Mitglied des New Players Network und somit sind inzwischen schon 91 InsurTechs Teil des Netzwerks. Hier die neuen Player im Kurzportait:

tech11

tech11 ist Anbieter für Core Insurance Solutions. Die Lösung ist für voll-automatisiertes, digitales E2E Versicherungsgeschäft im Bereich P&C konzipiert und basiert auf einer einzigartigen, Container-basierten Microservices-Architektur. Sämtliche Module können einzeln oder kombiniert, schnell und kostengünstig in Produktion gebracht werden. Die Integration erfolgt komfortabel über Web Services. Der Betrieb findet On-Premises oder wahlweise in der Cloud statt. Die digitale Plattform der tech11 eignet sich für traditionelle und digitale Versicherer und kann international eingesetzt werden.

OviLux

Digitalisierung vereinfacht nicht nur die Dunkelverarbeitung in Versicherungsunternehmen und eröffnet Versicherern neue Geschäftschancen. Auch Belegfälschern helfen die digitalen Möglichkeiten dabei, Rechnungen zu manipulieren und sich so Leistungen durch Ihre Versicherung erstatten zu lassen, die sie in Wirklichkeit nie in Anspruch genommen haben.
Große Versicherungen erhalten über 200.000 Belege pro Tag – zu viel für eine manuelle Belegprüfung.
Mit OVI.Fraud stellen wir Versicherungen einen neuartigen bildforensischen Ansatz zur Seite, der die digitalen Belegbilder automatisch analysiert um Belegbetrug aufzudecken. Die digitalen Belegbilder liegen den Versicherungen vor, da alle eingehenden Belege gescannt werden. Weil die Belegeinreichung neuerdings auch via Smartphone-App möglich ist, arbeitet unsere Software selbst auf Fotos mit schlechter Qualität noch zuverlässig.
Erkennt OVI.Fraud Unstimmigkeiten oder Manipulationen auf einem Beleg, so werden die Versicherungsmitarbeiter alarmiert um den Verdacht überprüfen zu können. Der Prototyp von OVI.Fraud wurde bereits bei einer großen deutschen PKV erfolgreich getestet und befindet sich derzeit in der Markteinführung.

CyberDirekt

CyberDirekt ist ein InsurTech-Startup, gegründet 2017 von Unternehmern mit langjähriger Erfahrung in der Finanzdienstleistungsbranche. CyberDirekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, kleinere und mittlere Unternehmen beim Schutz vor digitalen Angriffen zu unterstützen und für den Schadenfall bestens abzusichern. In dem sich rasch verändernden Markt für Cyberversicherungen setzt CyberDirekt neue Marktstandards. Den Kunden wird dabei geholfen, den für sie passenden Versicherungsschutz auszuwählen und mittels des eigens entwickelten Mitarbeiterschulungsprogramms eine aktive Prävention vor den Gefahren des Internets zu leisten.

Imburse

Klar auf die Pain Points der Firmen konzentriert, ermöglicht Imburse seinen Kunden eine umfängliche Suite an Transaktionsmöglichkeiten anzubieten und dies bei minimalem IT-Integrationsaufwand. Dies ermöglicht moderne Ein- als auch Auszahlungsoptionen nahezu unabhängig von der Art und Komplexität der Legacy Systeme. Durch die einfache Anbindung über eine einzige API reduzieren sich Kosten und Transaktionsgebühren massiv. Außerdem eröffnen sich hierdurch völlig neue Wege Kooperationsmodelle, Prozesse und Produkte zu designen! Durch flexible Module als optimierte Sales-Angebote mit Hilfe von zielgerichteter künstlicher Intelligenz, entwickelt Imburse mit den Partnern neue und moderne Formen von Kundenreisen, generiert deutlichen Mehrwert für Konsumenten und erhöht dadurch die Kundenbindung.

News aus dem Netzwerk: Neodigital wird NPN-Mitglied

Wir freuen uns den digitalen Schadens- und Haftpflichtversicherer Neodigital im NPN begrüßen zu dürfen. Anfang April hat das InsurTech aus Neunkirchen die Bafin-Lizenz erhalten und reiht sich damit als achtes Unternehmen in die Riege der digitalen Versicherer im DACH-Raum ein.

Das Unternehmen will sich dabei auf die konsequente Prozessdigitalisierung der kompletten Wertschöpfungskette konzentrieren und so ausgewählten Vertriebspartnern ermöglichen, über einen Produkt-Konfigurator eigene, individualisierte Versicherungsprodukte zu gestalten. Ergänzt durch die White-Label-Option kann das Produkt von Vertriebspartnern auch unter eigenem Brand über bereits existierende Absatzwege vermarktet werden.

Neodigital bietet Versicherungsprodukte, die im Falle eines Schadens schnelle Hilfe und transparente Abwicklung garantieren. Dabei steht nicht nur der Preis, sondern gleichermaßen die optimale tarifliche Leistung im Fokus. Alle Neodigital-Produkte sind für den Kunden mit sofortiger Wirksamkeit täglich kündbar, ein Vertragsbestandteil, der dem Kunden auch nach Vertragsabschluss volle Flexibilität und ein hohes Maß an Sicherheit bietet.

Wir sind gespannt, was die nächste Zeit für euch bringt und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

InsurTechs für das Gründerprogramm des SpinLabs gesucht

Gemeinsam mit dem SpinLab suchen das Insurance Innovation Lab und dessen Partnerunternehmen aus der Versicherungsbranche auch für die kommende Klasse des HHL Accelerators innovative Gründer aus der InsurTech-Szene.

Die beteiligten Versicherer des Insurance Innovation Lab erhalten somit die Möglichkeit, neue Produkte, Services und Geschäftsmodelle aus nächster Nähe kennenzulernen, die InsurTechs können sich im Zuge der neuen Klasse mit der Assekuranz verknüpfen und von langjährigen Erfahrungen profitieren.
Mehrere Klassen mit insgesamt 30 Start-ups haben bislang das sechsmonatige SpinLab-Programm durchlaufen und insgesamt über 21,5 Millionen Euro sowie 38 Preise eingesammelt. Neben einem intensiven Beratungsangebot profitieren die Gründer von zahlreichen Kontakten zu Investoren, etablierten Unternehmen und anderen Gründern. Sie können auf dem Kreativgelände der Leipziger Baumwollspinnerei ein modern ausgestattetes Co-Working-Büro nutzen und erhalten Zugang zu verschiedenen Technologien von Partnern. Auch nach dem eigentlichen Programm sind die ausgewählten Start-ups Teil des Recruiting-Netzwerkes, können über ein internationales Austauschprogramm die Expansion planen und erhalten die Möglichkeit, neben dem SpinLab Büroräume anzumieten. Jedes Gründerteam erhält zudem bis zu 15.000 Euro. Die Teams können mit der Aufnahme in das sechsmonatige Gründerprogramm alle Angebote kostenfrei und ohne Beteiligung nutzen.

Bis 18.05.2018 können sich interessierte Startups unter www.spinlab.co bewerben. Wie auch schon bei der letzten Klasse liegen die Schwerpunkte dieses Mal auf Energie (Partner: VNG Gruppe), Smart City (Partner: Leipziger Gruppe), eHealth (Partner: AOK PLUS), InsurTech (Partner: Insurance Innovation Lab) sowie darin anwendbaren Querschnittstechnologien.

Interessierte erhalten alle Details zum Programm und zum Bewerbungsprozess auf der Website www.spinlab.co/apply-now 

Innovateure aufgepasst!

Jetzt für den IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2018 bewerben!

Der IQ Innovationspreis Mitteldeutschland geht in diesem Jahr bereits in die 14. Runde. Um die Innovationslandschaft der Region zu stärken, werden jährlich Unternehmer, Gründer/Start-ups, Studenten und Wissenschaftler ausgezeichnet, welche innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickeln.

Innovateure der Branchen Automotive, Chemie/Kunststoffe, Energie/Umwelt/ Solarwirtschaft, Informationstechnologie und Life Sciences können ab sofort ihre Bewerbung für den IQ Innovationspreis Mitteldeutschland einreichen. Die besten marktfähigen Innovationen sind mit je 7.500 Euro Preisgeld dotiert, der Gesamtsieger erhält ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro. Alle Gewinner werden zudem für ein Jahr Mitglied in der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland. Die Clustersieger profitieren außerdem von zahlreichen PR-, Marketing- und Beratungsleistungen sowie einen Kurzfilm über ihre Innovation.

Mehr Informationen zum IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2018 sowie das Online-Bewerbungsformular gibt es unter www.iq-mitteldeutschland.de. Die Bewerbungsfrist endet am 19. März 2018.

Wir suchen einen neuen kreativen Kopf!

Dich faszinieren neue Geschäftsmodelle? FinTechs, Venture Capital und MVP sind für dich keine böhmischen Dörfer?
Den Gründerszene.de-Newsletter verschlingst du schon vor dem Frühstück? – Perfekt, dann bist du bei uns genau richtig!

Wir suchen aktuell eine(n):
Werkstudent (m/w): Start-up Scouting

Deine Aufgaben:
• Recherche, Evaluierung und Systematisierung neuer Geschäftsmodelle und Start-ups
• Kontaktaufnahme und regelmäßiger Austausch mit Gründern,Entrepreneuren, Veranstaltern und Pressevertretern
• Unterstützung bei Präsentationserstellungen,Terminplanung und Marktanalysen

Dein Profil:
• Du studierst im Bereich Wirtschaftswissenschaften oder Kommunikation
• Du bist kommunikativ und hast Interesse an neuen Ideen und Geschäftsmodellen sowie den Menschen dahinter
• Du bist ein Teamplayer und bringst Eigeninitiative mit, auf die wir uns verlassen können
• Du verfügst über fließende Deutsch- und gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
• Du hast Erfahrungen in Recherchetätigkeiten

Wie bieten:
Einen Platz in einem interdisziplinären Team aus kreativen Köpfen im Herzen der Stadt. Flache Hierarchien, spannende Aufgaben sowie die Chance, ein neu entstehendes Start-up Netzwerk von Beginn an zu begleiten und mit zu gestalten runden das Angebot ab. Klingt alles nach deinem nächsten Traumjob?
Dann bewirb dich per E-Mail mit aussagekräftigen Unterlagen, voraussichtlicher Verfügbarkeit bzw. Studiendauer und frühestmöglichem Eintrittstermin bei:

Nicole Oelschner
Versicherungsforen Leipzig GmbH
Hainstraße 16 | 04109 Leipzig
T +49 341 98988-120
F +49 341 98988-9199
E bewerbung@versicherungsforen.net
I www.versicherungsforen.net

Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

Start-up Interview mit crowdheroes

Wir haben mit Johannes, einem der Gründer des Start-ups crowdheroes gesprochen und ihm einige Fragen zu den Themen Gründung, Umsetzung und insbesondere Herausforderungen gestellt. Warum selbst ein “ungeduldiger Macher” wie Johannes gelernt hat, dass eine ausgereifte Konzeption das A und O sind, erfahrt im folgenden Interview.

Wenn ich mich recht erinnere, ist das nicht eure erste Geschäftsidee, die sich nicht weniger als eine Revolution der Versicherungswirtschaft vornimmt. Warum gerade diese Branche? Warum brauchen Kunden euer Produkt?

Das ist richtig. Mit Alpha Beta haben wir einen jungen Company Builder, der über die notwendigen Ressourcen für ein Startup verfügt, angefangen vom Team über IT, Investoren, Marketing und das notwendige Netzwerk. In der Versicherungsbranche sehen wir noch enorm Potential im Bereich der Digitalisierung. Mit crowdheroes wollen wir konkret die Kraft der Gemeinschaft aktivieren, indem wir jeden einzelnen, wie z.B. Dich zu einer Gemeinschaft (crowd) bündeln und somit unsere Verhandlungsposition stärken. Die Kunden erhalten dabei das gleiche Produkt, bei mindestens gleicher Qualität zu einem deutlichen Kostenvorteil.

So richtig gestartet sind wir letztes Jahr im Dezember. Du hast vollkommen Recht, bei dem Aufbau des Unternehmens helfen uns die bestehenden Prozesse und Strukturen von Alpha Beta, egal ob Firmengründung, Zusammenstellung Team, Aufbau von Businessplänen und Pitch Decks, Suche von Investoren, Teilnahme an Wettbewerben, Marketing- und Kommunikationsstrategie sowie Aufsetzung der IT-Infrastruktur. Damit bekommen wir schnell mehr PS auf die Straße.

Wie seid ihr auf diese Idee gekommen und wieviel Zeit ist vergangen von der Idee bis zur Umsetzung?

Ideengeber ist Herr Dr. Frank Riemann mit dem wir gemeinsam das Konzept konkretisiert und ausformuliert haben. Wenn Du mich fragst wie viel Zeit, würde ich immer sagen „viel zu lange“ (lacht). Persönlich bin ich ein Freund von schnell raus und Fehler machen, anstatt zu lange zu warten. Die Perfektionisten in unserem Team bieten aber wahrscheinlich die notwendige Balance. Somit brauchen wir knapp 9 Monate von der Unternehmensgründung bis zu einem POC.

Was waren bisher eure größten Herausforderungen und was eure lessons learnt?

Größten Herausforderungen sind wie so oft IT und das Team. Bei komplexeren Softwarelösungen, die es in der Form noch nicht am Markt gibt, sind Überraschungen vorprogrammiert. Nicht selten bedeutet das höhere Budgets und Zeitverschiebungen. Beim Team sind enge Kommunikationswege und Ausrichtung gleicher Interessen für den Erfolg entscheidend.

Was wir gelernt haben? Dass Energie bei zu geringer Struktur unnötig verbraucht wird. Beim nächsten Mal werden wir mit Sicherheit mehr Zeit in die Konzeptionsphase und Design des Gesamtkonzepts stecken. Und dass sage ich als ungeduldiger „Macher“

Wie sieht euer Big Picture aus?

Unser Fokus liegt ganz stark darauf den Zugang zu Qualitätsprodukten zu erleichtern. Konkret bedeutet das Synergien für den Anbieter zu schaffen, indem wir eine gebündelte Nachfrage mitbringen. Der Kunde kann bei uns immer flexibel und unverbindlich seine maximale Zahlungsbereitschaft und damit Wunschpreis definieren.

Die Versicherungswirtschaft basiert u.a. auf dem Gesetz der großen Zahlen. Im Big Picture schaffen wir so eine starke Gemeinschaft, dass wir im Idealfall mit einem Rückversicherer zusammenarbeiten und damit für den Kunden viel Geld umverteilen, die er besser für kleine oder große Träume investieren kann

Wie läuft die Zusammenarbeit mit kooperierenden Versicherern?

Grundsätzlich sehen wir eine große Bereitschaft mit uns zusammenzuarbeiten, gerade bei Versicherern die wie wir, zukünftig einen notwendigen Wandel im Vertrieb und der Produktlandschaft sehen.

Bei den Versicherungen liegen die Herausforderungen meistens im technischen Detail. Bei großen Nachfragen sind automatisierte Prozesse wichtig. Besonders die IT-Schnittstellen stellen ein zu überwindendes Hindernis dar. Langjährig gefüllte IT-Bebauungspläne sowie lange Entscheidungsprozessen der großen Konzerne führen zu einem anderen Tempo und Flexibilität als wir uns wünschen und gewohnt sind. An dieser Stelle sind wir gefragt Lösungsansätze zu entwickeln und umzusetzen, um eine technische Zusammenarbeit zu ermöglichen.

 

Das Sommerloch fällt aus!

Während in anderen Branchen in den Sommermonaten die Uhren still stehen und sich kaum etwas bewegt, dreht die InsurTech-Szene so richtig auf. Gleich drei neue Start-ups sind in den vergangenen Wochen auf dem InsurTech-Radar erschienen.
F-Fex, Gonetto und Crowdheroes heißen die neuen Player, die sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle verfolgen, jedoch alle drei einen gemeinsamen Gedanken teilen: in der Versicherungswirtschaft ist ein Umdenken erforderlich!

Hier eine kurze Vorstellung der Neuzugänge auf dem InsurTech-Markt:

Crowdheroes
Das Berliner Start-up setzt den Community-Gedanken konsequent um und will so die Versicherungsbranche revolutionieren. Das Augenmerk liegt dabei auf der Etablierung einer Auktionsplattform für Versicherungen, auf der die Interessenten als ‚Crowd‘ ihre Handlungsmacht erhöhen können. So sollen Prämien beispielsweise durch das Einsparen von Maklergebühren gesenkt werden. Eine wesentliche Rolle dabei spielen die sozialen Medien , die als Plattform zum Aufbau der Marktmacht genutzt werden sollen.

Gonetto
Das junge Unternehmen Gonetto will als unabhängiger Kundenberater fungieren und verspricht dabei, zu 100 Prozent im Interesse der Kunden zu handeln und einen neutralen Vergleich anzustellen. Die angestrebte Prozesserleichterung soll Einsparungen erbringen, die direkt an die Kunden weitergegeben werden können. Diese profitieren zudem insbesondere von Neuabschlüssen, indem die Provisionen entfallen und der entstandene Effizienzgewinn auf sie übertragen wird. Die erhöhte Transparenz, der neutrale Marktüberblick und die Online-Abwicklung sorgen für ein faires Geschäftsmodell im Sinne des Kunden.

F-Fex
F-Fex ist ein Komplettanbieter für das digitale Management von Fondspolicen. Das Start-up aus Bad Homburg will Vorteile sowohl für den Berater, den Policen-Inhaber als auch für den Versicherer generieren. Durch eine digitale Komplettlösung in Form eines eigens entwickelten Software-Tools mit interaktiven Plattformen sollen transparente und effiziente Lösungen angeboten werden. Im Wesentlichen werden dadurch zwei neue Geschäftsfelder bedient: das fondsbasierte Vermögensmanagement von Maklerpools und die Erstellung von Fonds- und Wettbewerbsanalysen zur Produkt- und Wettbewerbspositionierung von Fondanbietern.

The Next Big Thing: Künstliche Intelligenz

Chatbots, Deep Learning, RankBrain oder Data Mining – diese Begriffe sind aktuell in aller Munde, wenn es um das Thema „Künstliche Intelligenz“ geht. Laut der Konjunkturumfrage „Bitkom-Branchenbarometer“ vom 1. Halbjahr 2017 ist Künstliche Intelligenz der Aufsteiger des Jahres und wird von vielen als einer der größten Technologie-Trends und als Wachstumsmotor für die Wirtschaft bezeichnet.

Unsere Kollegen vom Insurance Innovation Lab machen den Trend deshalb zum Thema ihrer kommenden Werkstattwoche und nehmen das Phänomen Künstliche Intelligenz genauer unter die Lupe.

Künstliche Intelligenz – Was ist das?

Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ (KI) bezeichnet ursprünglich einen Teilbereich der Informatik. Im Mittelpunkt stehen die Automatisierung von intelligentem Verhalten und der Versuch, menschenähnliche Wahrnehmung und menschenähnliches Verhalten durch Maschinen nachzubilden. Ursprünglich als Wissenschaft der Computer-Programmierung betitelt, hat sich das Gebiet rund um Künstliche Intelligenz immer mehr zur Erforschung der menschlichen Denkweise entwickelt. Denn: Ohne das menschliche Denken verstanden zu haben, kann auch keine Maschine erschaffen werden, die in der Lage ist zu denken. Somit bestehen Schnittstellen zu angrenzenden Wissenschaften wie Neurologie, Psychologie, Kognitionswissenschaft, Philosophie und Sprachenwissenschaft. Den Verstand eines Menschen umfassend mit einer Maschine nachzuvollziehen, ist bislang jedoch nicht gelungen, weshalb zunehmend einzelne Teilbereiche fokussiert werden, um in diesen die Arbeit erleichtern zu können. Eines der größten Hindernisse liegt zum Beispiel in der Sprachverarbeitung, denn mentale Abläufe menschlicher Sprachverarbeitung sind nicht bekannt.

Wann ist eine Maschine intelligent?

In einer zunehmend an Komplexität gewinnenden Welt müssen menschliche Ressourcen sinnvoll genutzt werden – dabei können intelligente Computersysteme helfen. Diese Möglichkeit wird in der Gesellschaft jedoch nicht nur positiv gesehen: Viele sind schockiert bei dem Gedanken daran, dass eine Maschine Intelligenz besitzen könnte. Doch wann gilt eine Maschine eigentlich als intelligent?

Diese Frage treibt die Forscher der Künstlichen Intelligenz seit Jahrzehnten um und kann seit 1950 mit dem sogenannten „Turing-Test“ beantwortet werden, der von dem britischen Mathematiker Alan Turing entwickelt wurde. Bei der Durchführung des Tests kommunizieren eine Maschine und ein Mensch parallel mit einem anderen Menschen über längere Zeit. Das kann beispielsweise durch ein Chat-Programm geschehen, es gibt jedoch weder Sicht- noch Hörkontakt. Sowohl Mensch als auch Maschine versuchen, die Testperson davon zu überzeugen, dass sie denkende Menschen sind. Der „Turing-Test“ ist bestanden, wenn der Tester nicht bestimmen kann, welche Unterhaltung mit einem Menschen und welche mit einer Maschine geführt wurde. Sofern die Maschine den Test bestanden hat, darf sie als intelligent bezeichnet werden. Im Jahr 1991 rief der US-amerikanische Soziologe Hugh G. Loebner dazu auf, ein Computerprogramm zu entwickeln, das den „Turing-Test“ besteht und setzte dafür ein Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar aus – bis 2017 hat es allerdings keiner geschafft, diesen Preis zu gewinnen.

Auch wenn es bis zu einem denkenden Computer und einem völlig autonom handelnden Roboter noch ein sehr weiter Weg zu sein scheint, so hat die Künstliche Intelligenz heute bereits in viele Lebensbereiche Einzug gehalten – sei es auf Verkaufsplattformen durch Ratschläge von Bots zum Warenangebot, im Straßenverkehr durch die ersten fahrerlosen Automobile oder in Form eines Roboters, der den Rasen im Vorgarten mäht.

Künstliche Intelligenz in der Assekuranz

Auch die Assekuranz wird früher oder später von Künstlicher Intelligenz erobert werden. Der Einsatz dieser Technologie bietet vielfältige neue Möglichkeiten – gerade, wenn es darum geht, den Bedürfnissen der Kunden besser nachzukommen sowie Prozesse schneller, kosteneffizienter und einfacher zu gestalten. Ein großes Potenzial für die Anwendung von Künstlicher Intelligenz liegt im Schadenmanagement beziehungsweise in der Betrugserkennung. Die Schadenbearbeitung, die bislang von Mitarbeitern durchgeführt wird, könnte automatisiert und damit die Bearbeitungszeit als auch die Kosten für den Versicherer reduziert werden. Außerdem können Risiken besser eingeschätzt werden, indem gesammelte Kundendaten von intelligenten Algorithmen analysiert und bewertet werden. Zudem können Chat Bots zur Verbesserung des Service, der Erreichbarkeit in Randzeiten sowie dem Abfangen von Standardfragen und Antworten im Call Center und auf der Webseite dienen. Generell hat die Erhöhung der Automatisierung in alltäglichen Abläufen für Versicherungen eine sehr hohe Relevanz.

Start-up Interview

Dr. Viktor Becher, der Gründer von Getsurance, steht uns Rede und Antwort und berichtet von der Ideenfindung, der Entwicklung und der Umsetzung des InsurTechs. Welche Herausforderungen es auf dem Weg zum Launch von „Deutschlands erster digitalen Lebensversicherung“ gab und inwiefern das Logo die Denkweise verkörpert, erfahrt ihr im Folgenden.

Warum braucht der Markt ein solches Produkt? / Wie seid ihr auf diese Idee gekommen? / Wie lang war dieser Prozess?

Die Bedürfnisse der Kunden werden zunehmend von der Digitalisierung geprägt, Produkte sollen schnell und online verfügbar sein. Versicherungen sind da keine Ausnahme, auch sie müssen mit dem Puls der Zeit gehen. Insbesondere im Bereich der Lebensversicherungen hat es die Versicherungswirtschaft jedoch geschafft, sich der Digitalisierung bisher zu entziehen. Doch der Markt braucht auch in diesem Bereich digitale Produkte, so wie unsere Berufsunfähigkeitsversicherung “Getsurance Job”.
Traditionelle, papierbasierte Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) sind sehr umständlich zu beantragen und ziehen einen zum Teil wochenlangen Prozess nach sich. Zudem werden viele Menschen wegen Vorerkrankungen von der Versicherung abgelehnt oder müssen höhere Beiträge zahlen. Auch für Menschen in Berufen mit körperlicher Tätigkeit werden oft Risikozuschläge fällig. Die Folge ist: viele Menschen in Deutschland sind unterversichert. Wir haben die BU deshalb komplett neu und digital gedacht. Mit unseren drei Leistungspaketen kann sich nun jeder kostengünstig absichern.
Auf die Idee zu Getsurance Job kamen wir, nachdem wir im Sommer 2016 unseren automatisierten Vergleichsrechner (Robo-Advisor) für traditionelle BUs gestartet haben. Dabei erhielten wir einen genauen Einblick in den Markt und die Probleme herkömmlicher Berufsunfähigkeitsversicherungen – und haben damit angefangen, unser eigenes Produkt zu entwickeln.

Wann seid ihr gestartet? Wie lang lief der Erstellungsprozess? Wie viele Iterationen gab es?

Wir haben Getsurance Job innerhalb von sechs Monaten entwickelt und gelauncht (Entwicklungsstart: Januar 2017, Launch: Juni 2017). Dabei haben wir eng mit dem internationalen Rückversicherer Reinsurance Group of America (RGA) zusammengearbeitet. Diesen konnten wir schnell von unserer Produktidee überzeugen, eine 100% digitale Berufsunfähigkeitsversicherung mit automatisierter Risikoprüfung zu entwickeln.
Bei der Entwicklung hat RGA ungefähre Preise – also Prämien – für unser Produkt berechnet und Gesundheitsfragen vorgeschlagen, die von uns angepasst wurden. Anschließend haben wir das Feedback von echten Kunden zu unserer Produktidee eingeholt und herausgefunden, welche Leistungspakete interessant für sie sind und zu welchem Preis sie diese abschließen würden. Die Resonanz war unglaublich positiv, weshalb wir unser Produkt fertig entwickelt haben.
Mit diesen Daten konnte RGA die endgültigen Prämien berechnen und wir die Versicherungsbedingungen entwerfen. Diese wurden dann noch von einer auf Versicherungsrecht spezialisierten Anwaltskanzlei gecheckt. Wir konnten unser BU-Produkt deshalb so schnell entwickeln, weil es zwischen Startup und Rückversicherer eine perfekte Arbeitsteilung gab. Denn jeder hat das gemacht, worin er am besten ist.

Was waren Herausforderungen, coole Erlebnisse und lessons learnt?

Eine besondere Herausforderung war es, Investoren für unsere Idee zu gewinnen. Das ist uns auch gelungen – wir sind froh, dass die namhaften Investoren IBB Beteiligungsgesellschaft, PostFinance und Picus Capital (von Alexander Samwer) an unsere Idee glauben und uns mit 2 Mio. Euro unterstützt haben. Bei der Produktentwicklung lag die größte Herausforderung darin, Gesundheitsfragen für die automatisierte Risikoprüfung zu entwickeln. Das sollten nämlich so wenig wie möglich sein, aber genug, um alle nötigen Informationen von den Kunden zu bekommen.
Besonders cool war es, als wir zum ersten Mal mit RGA über unsere Produktidee gesprochen haben – es stellte sich nämlich heraus, dass sie in eine ganz ähnliche Richtung dachten. Damit hatten wir unseren perfekten Partner gefunden. Toll war auch, als wir unsere erste BU einem Kunden verkauft haben, der über eine Online-Kampagne direkt zu uns kam. Damit wurde zum ersten Mal in Deutschland eine BU innerhalb weniger Minuten komplett online abgeschlossen. Das hat uns besonders deutlich gemacht, wie innovativ unser Produkt ist.
Eine wichtige lesson bis jetzt war, dass die Kunden gegenüber uns überraschend aufgeschlossen sind – obwohl wir als neuer Anbieter noch nicht sehr bekannt sind. Das liegt vor allem daran, dass sich die Versicherung komplett online abschließen lässt und dadurch sehr transparent ist.

Wie lief die Zusammenarbeit mit dem Rückversicherer? Mit wie vielen habt ihr zuvor gesprochen?

Wir haben mit allen großen Rückversicherern gesprochen, die in Deutschland aktiv sind. Das Team von RGA Deutschland hat uns vor allem mit seiner Begeisterungsfähigkeit überzeugt und dem Willen, ein innovatives und rein digitales BU-Produkt zu entwickeln. Besonders profitiert haben wir davon, dass RGA eine sehr große Kompetenz in der Beitragskalkulation und Risikoprüfung im Bereich der Lebensversicherungen hat. Die Zusammenarbeit war äußerst schnell und unkompliziert – unser Launch nach nur sechs Monaten ist der beste Beweis dafür. Für einen milliardenschweren Rückversicherer ist RGA überraschend agil, Feedback zu unseren Ideen kam oft noch am gleichen Tag.

Was ist cool an dem Produkt?

Getsurance Job ist die einzige BU, die sich in wenigen Minuten komplett online abschließen lässt. Unsere Gesundheitsfragen sind so einfach, dass jeder sie beantworten kann, ohne alte Krankenakten zu durchwühlen oder seinen Arzt fragen zu müssen. Zudem können sich endlich auch Menschen mit Vorerkrankungen und risikoreichen Berufen mit einer BU versichern – und das auch noch zu bezahlbaren Preisen.
Und vor allem ist unser Design cool! Eine orangene Katze als Logo zu wählen war mutig, aber der richtige Schritt: Kunden lieben “Cat” und unser frisches Design macht deutlich, dass wir mit unserer BU neue Wege gehen.

Wer sind die eigentlich?

Der persönliche und direkte Kontakt mit den Start-Ups ist uns sehr wichtig! Damit ihr eine Vorstellung davon habt, mit wem ihr es beim NPN überhaupt zu tun habt, hier ein kleiner Einblick:

 

Sascha

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  Was ist das Erste, das du morgens im Büro machst?

  Rechner an, Kaffee holen und erstmal den CB Insights Newsletter checken

 Mit wem würdest du gerne mal einen Tag lang Rollen tauschen?

  Dave Grohl, auf der Bühne des Wembley Stadions, vor 100.000 Menschen…

Was begeistert dich an Start-Ups?

Startups haben einfach diesen pragmatischen und gleichzeitig energetischen Problemlösungsansatz. Sie reden nicht den ganzen Tage über das „hätte“ und „könnte“, sondern probieren verschiedenste Use Cases aus und lassen sich von Rückschritten oder Änderungen am Geschäftsmodell nicht verunsichern – zumindest die erfolgreichen 😉 Außerdem haben die guten Vertreter diesen „Customer First“-Approach, den ich als den einzig langfristig funktionierenden Weg für Unternehmen sehe, die in ständig verändernden Märkten überleben wollen.

Was ist dein größtes Talent?

Nun ja.. beruflich wahrscheinlich, dass ich

mich recht schnell in Geschäftsmodelle reindenken kann, dabei die Pain Points als auch die Opportunitys erkenne und in das jeweilige Marktumfeld einordnen kann. Die privaten Talente muss schon jeder selbst rausfinden 😉

Wo willst du unbedingt nochmal hinreisen?

Indonesien – aber mit dem Motorrad auf dem Landweg. Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel.

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Entweder oder?

Sommer oder Winter
Stadt oder Land
Tee oder Kaffee
Harry Potter oder Herr der Ringe
Sharing oder Owning

 

 

Robert

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Was ist das Erste, das du morgens im Büro machst?

Rechner an und dabei eine Kleinigkeit futtern

Mit wem würdest du gerne mal einen Tag lang Rollen tauschen?

Meinem Sohn und/oder Meister Joda

Was begeistert dich an Start-Ups?

Wenn aus Kreativität und Blick für den Kunden echte Innovationen entstehen.

Was ist dein größtes Talent?

Ich kann immer essen.

Wo willst du unbedingt nochmal hinreisen?

 Cook Islandautorad

Entweder oder?

Sommer oder Winter beides toll und besser als Frühling und Herbst
Fahrrad oder Autoeigentlich lieber Motorrad
Tee oder Kaffee
Bier oder Wein
Sharing oder Owningkommt drauf an

 

Marianne

Marianne NPN_1080

Was ist das Erste, das du morgens im Büro machst?

Fenster auf, Musik an und dann sehen was es in der Welt neues gibt.

 Mit wem würdest du gerne mal einen Tag lang Rollen tauschen?

 Elon Musk – dann müsste es aber eine Woche sein, um in all seine Rollen zu schlüpfen und anschließend bräuchte ich sicher Urlaub.

Was begeistert dich an Start-Ups?

Mut, die Dinge einfach zu machen, während andere noch nach Gründen suchen die dagegen sprechen.

Was ist dein größtes Talent?

Querdenken, Eigenheiten auf fremdes übertragen und Dinge kombinieren.

Wo willst du unbedingt nochmal hinreisen?

Frag lieber wohin nicht, die Liste wäre deutlich kürzer. Der nächste Stopp ist Riga und  danach gern wieder weiter weg.sommerwinter

Entweder oder?

Sommer oder Winter
Strand oder Berge
Pizza oder Pasta
Bier oder Wein
Kooperation oder Konfrontation

 

Maria

Was ist das Erste, das du morgens im Büro machst?
MariaVogel_NPN

PC anschalten

Mit wem würdest du gerne mal einen Tag lang Rollen tauschen?

Ich habe über die Frage gerade viel zu lange nachgedacht. Es will mir einfach niemand spontan in den Sinn kommen. Ich glaube auch deswegen, da man sein Leben selbst gestaltet und man jeden Tag mit seinen Entscheidungen aktiv beeinflusst, was man erlebt bzw. in Zukunft erleben möchte und von der Welt gesehen haben will. Jedem stehen theoretisch jeden Tag alle Optionen offen und somit wird ein Rollentausch mit dem Leben einer anderen Person nicht notwendig 😉

Was begeistert dich an Start-Ups?

Mich begeistern an Start-Ups am meisten die Menschen und deren Persönlichkeiten, die sich dahinter verstecken, denn das sind meist unglaublich kreative Köpfe und Leute die „out-of-the-box“ denken. Zudem gehört total viel Mut und Durchhaltevermögen dazu sowie keine Angst vor Veränderungen zu haben.

Was ist dein größtes Talent?

Singen und Malen

Wo willst du unbedingt nochmal hinreisen?

Die Liste könnte jetzt ziemlich lang werden, es gibt so viele interessante Länder mit wundervollen Landschaften und Kulturen von denen man so viel lernen kann. Indien und Afrika stehen aber definitiv ganz oben mit auf der Liste!

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Entweder oder?

Stadt oder Landin der Jugend Stadt, im Alter dem Großstadt-Stress entfliehen und  aufs Land ziehen
Pizza oder Pasta
Tee oder Kaffee meist etwas zu viel 😉
Bier oder Wein
Kooperation
oder Konfrontation

 

Lilli

Was ist das Erste, das du morgens im Büro machst?

Ich bin ja nicht jeden Tag im Büro, deshalb ist das erste eigentlich immer ein kurzes Gespräch über die neusten Updates und To-Do‘s.

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Vorher natürlich Kaffee und ein eventueller Klönschnack in der Küche.

Mit wem würdest du gerne mal einen Tag lang Rollen tauschen?

Mit einer Möwe: Leuten das Fischbrötchen klauen und danach über das Meer fliegen.

Was begeistert dich an Start-Ups?

Dass sie einfach alles anders machen! Ich finde Veränderung kann nur positiv sein und das gilt auch für sämtliche Bereiche. Start-ups bringen eine neue Perspektive ins Spiel und deswegen sind sie unwahrscheinlich wichtig.

Was ist dein größtes Talent?

Schwierige Frage! Ich denke, ich kann mich ganz gut in anderen Menschen hineinversetzen und Probleme schnell identifizieren.

Wo willst du unbedingt nochmal hinreisen?

Indien!

Entweder oder?bierwein

Sommer oder Winter
Stadt oder Land
Pizza oder Pasta
Harry Potter oder Herr der Ringe
Bier oder Wein