Das Team von Claimflow, fünf Männer , eine Frau

5 Fragen an claimflow

Das nächste Insurtech im Bunde unserer Pitch-Teilnehmer ist claimflow. Das Start-up hat sich auf das Schadenmanagement in der Wohngebäudeversicherung spezialisiert. Mit der proprietären KI-Cloud-Plattform vereinfacht ClaimFlow die Komplexität der Schadenprozesse und verwandelt fehleranfällige manuelle Prozesse in durchgängige automatisierte Workflows. Die Besonderheit an ClaimFlow ist die eigens trainierte KI, die extra für die Wohngebäudeversicherungen entworfen wurde und die Schadenszykluszeit um bis zu 90% senkt. Ein spannendes Start-up mit einem spannenden Blick auf die Branche, lest mal rein!

Aus welcher Motivation heraus, wurde claimflow gegründet?
Aus der puren Freude am Machen und am Lösen von Problemen, die einen echten Unterschied machen. In unserem Team aus Versicherungsexperten und Robotikern von der RWTH Aachen haben wir uns immer gefragt, wie es sein kann, dass die Automatisierung ganzer Produktionsprozesse in der Industrie mit echten Maschinen und Robotern schon seit Jahren zum guten Ton gehört, die Regulierung eines Versicherungsschadens aber oft mehrere Wochen dauert – und das nicht weil die Reparaturarbeiten so lange dauern, sondern wegen schlecht organisierter und manueller Prozesse rund um die eigentliche Schadensbehebung.

Wir haben uns gedacht: „Das sind doch nur Daten, die da ausgetauscht werden müssen, oder? Müsste die Schadensabwicklung nicht so einfach wie eine Bestellung bei Amazon funktionieren?“ Das Schadenmanagement im Bereich der Gebäudeversicherung hat uns dabei besonders gereizt: Zum einen weil der Schadenprozess mit der Vielzahl an involvierten Parteien hoch komplex ist und die Prozesse überhaupt nicht standardisiert sind, zum anderen weil wir hier in Zukunft wirklich massives Innovationspotenzial rund um das Thema Versicherung sehen – Stichwort Smart Building und Nachhaltigkeit.

Was unterscheidet claimflow von der traditionellen Schadenbearbeitung?
claimflow ist die einzige One-Stop-Lösung für das Thema Schadenmanagement im Bereich Gebäudeversicherung. Unsere Lösung ist kein fragmentierter Beitrag zur Verbesserung der Schadenwertschöpfungskette, sondern eine End-2-End-Lösung vom Kunden direkt in die IT-Systeme der Versicherer. Wir moderieren die Prozesse zwischen allen Beteiligten – Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Versicherern, Handwerkern, Vermittlern und ERP-Anbietern – und orchestrieren sie entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Weil freie Kapazitäten in der IT der Versicherer notorische Mangelware sind, haben wir unsere Lösung zudem „einfach anflanschbar“ gestaltet. Die Versicherer, mit denen wir bereits erfolgreich zusammenarbeiten, schätzen es ungemein, dass unsere Lösung „sofort startklar“ ist und dass sie keine teuren Ressourcen aus der eigenen IT in Anspruch nehmen müssen. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir unsere Lösung in permanenter Co-Creation mit unseren Partnern und Kunden weiterentwickeln und dass dadurch bei allen Parteien ein großes Eigeninteresse entsteht, mit claimflow die Zukunft der Gebäudeversicherung zu gestalten. Vor allem aber ist eines dadurch sichergestellt: Wir revolutionieren die Gebäudeversicherung entlang der Bedürfnisse aus der operativen Praxis und schaffen eine Win-Win Situation für alle Parteien.

Wo liegen die besonderen Stärken eures Teams?
Wir werden oft gefragt, wie wir es schaffen mit einem so kleinen Team so viel umzusetzen – also Software zu entwerfen, Quellcode zu programmieren und claimflow am Markt zu etablieren. Das Geheimnis dahinter ist einfach: Dadurch dass wir uns nicht bloß seit vielen Jahren kennen, sondern auch produktiv zusammen arbeiten, verstehen wir uns beinahe blind – wir sind ein extrem fein abgestimmtes Team. Wir können Besprechungen auf ein Mindestmaß reduzieren und so unsere Zeit auf ein hochproduktives Machen und die Betreuung unserer Kunden verwenden. Das, was in Vorträgen, Büchern & Co. als „agil“ angepriesen und gelehrt wird, setzen wir seit Tag Eins erfolgreich um.

Zudem sind wir sehr divers und haben völlig unterschiedliche Stärken: von kühnen Analytikern und Datenfreaks, über kreative Marketingköpfe, hin zu begnadeten Programmierern und natürlich unseren empathischen Kundenbetreuern, haben wir das gesamte Spektrum an Kernkompetenzen an Bord. Wir alle sprechen und verstehen sowohl die Sprache unserer Kunden als auch die Sprache der Technologie – das macht uns als Team so stark und effizient! Vor allem empfindet es jeder Einzelne von uns als großes Glück Teil unseres Teams zu sein und ist dementsprechend hochmotiviert die Kollegen durch seinen eigenen Beitrag Tag für Tag zu begeistern.

Was ist der größte Erfolg, den Claimflow seit der Gründung erlebt hat?
Unser größter Erfolg ist das Vertrauen, das uns unsere Kunden und Partner Tag für Tag schenken. Dieses Vertrauen motiviert uns permanent unser Bestes zu geben. Für uns als Team ist es zudem ein unfassbar großer Erfolg, dass wir unsere gesamte WebApp inhouse programmiert haben und auch in Zukunft programmieren werden. Die erste Version unserer WebApp inkl. Infrastruktur, also Rechenkapazität, Datenbank, Lastausgleich, Sicherheit, Speicherplatz, etc., haben wir in weniger als zwei Monaten von Null auf Hundert produktiv ins Netz gebracht – alles inhouse und mit vollem Einsatz des ganzen Teams. Von diesem Erfolg und dem Selbstvertrauen zehren wir noch heute.

Mittlerweile ist aus der ersten Version unserer App eine hochperformante Cloud-Plattform mit einer eigens entwickelten KI-Engine geworden. Diese Technologie ist unsere strategische Kernkompetenz und begeistert und überzeugt immer mehr Kunden – das ist unser größter Erfolg! Erst letztens haben wir von einer Kundin gehört: „Wow! So viel Spaß hat Versicherung noch nie gemacht. claimflow ist ja einfach genial einfach!“.

Was war die größte Herausforderung, der ihr euch stellen musstet und wie seid ihr damit umgegangen?
Auch mal nein zu sagen. Aktuell ist einfach unheimlich viel Wagniskapital im Umlauf und viele Angebote potenzieller Investoren sind wirklich verlockend. Glücklicherweise haben wir schnell gemerkt, dass der Gegenseite am Verhandlungstisch aber oft etwas fehlt, das für uns essenziell ist: Die große Leidenschaft für unsere Firma, unser Geschäft und unsere Kunden. Erst kürzlich war in der Fachpresse ja zu lesen, dass es mehr Wagniskapital gibt, als Investitionsmöglichkeiten vorhanden sind. Da ist die Verlockung dem Ruf des schnellen Geldes zu folgen schon sehr groß – gerade zu Beginn. Im Nachhinein sind wir froh, dass wir uns unsere Unabhängigkeit bewahrt haben und uns nicht vorschnell auf einen Deal eingelassen haben.

Wir sind nicht auf der Suche nach dem schnellen Geld, sondern strategischen Partnern, die unser Geschäft, die Komplexität und die hohe Anspruchshaltung unserer Kunden verstehen und vor allem auch einen belastbaren Zugang zu unseren Kunden haben. Diesen Unterschied zwischen bloßen Geldgebern und strategischen Partnern mit Mehrwert zu verinnerlichen und wirklich zu verstehen, das war wirklich ein super spannender Erkenntnisprozess.

So viele spannende Antworten, schade dass sich unsere kleine Vorstellungsrunde nun schon dem Ende neigt. Aber nächste Woche dürft ihr euch noch auf Repairfix freuen! Und danach lugt der Messekongress Schadenmanagement & Assistance quasi schon um die Ecke. Wir freuen uns auf euch!

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